Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Schach-Kandidatenturnier: Karjakin ist Tabellenführer

Schlussstellung zwischen Karjakin und Anand Zur Großansicht
chessbase

Schlussstellung zwischen Karjakin und Anand

Sieg über Ex-Weltmeister Viswanathan Anand: Sergej Karjakin hat sich beim Kandidatenturnier die Führung gesichert. Hikaru Nakamura und Anish Giri verpassten nach einem kurzen Spiel ihren ersten Erfolg.

Auch am vierten Tag des Kandidatenturniers gab es drei Remis und einen Sieg. Sergej Karjakin feierte einen Erfolg gegen den Viswanathan Anand. Er schlug den ehemaligen Weltmeister erstmals in seiner Karriere in einer Turnierpartie mit klassischer Bedenkzeit. Spätestens jetzt gilt der Russe als möglicher Anwärter auf den Turniersieg.

Mit nun zwei Siegen und zwei Remis hat er drei Punkte und übernimmt die alleinige Tabellenführung. Diese hatte er sich zuvor mit Anand geteilt. Im Mittelspiel ließ Anand sich ohne Not darauf ein, dass beide Spieler ihre Läufer abgaben. Nachdem auch beide Damen vom Brett waren, ging es in ein Endspiel mit Turm und Springer. Von hier an dominierte Karjakin die Partie. Anand hatte keine Chance mehr, die Initiative zu ergreifen und gab nach dem 43. Zug auf.

Bei dem Turnier wird zwischen den acht Spielern der Herausforderer für Weltmeister Magnus Carlsen bei der Schachweltmeisterschaft 2016 ermittelt. Alle Akteure treten je zweimal gegeneinander an.

Schnelles Remis zwischen Nakamura und Giri

Mitfavorit Hikaru Nakamura muss auch nach dem vierten Tag auf seinen ersten Sieg warten. Gegen Anish Giri spielte der US-Amerikaner remis. Es war bereits seine dritte Punkteteilung im vierten Spiel. Für Giri endete bereits das vierte Aufeinandertreffen mit einem Remis, auch er hat damit noch kein Spiel gewinnen können.

Nakamura eröffnete die Partie, Giri reagierte mit einem slawischen Aufbau. Von Beginn an spielten beide Kontrahenten sehr schnell. Nach dem 17. Zug entstand eine sehr offene Königsstellung auf Seiten Giris. Dadurch ergaben sich für beide Spieler gute Chancen, mehr als nur einen halben Punkt zu holen. Aber sowohl Giri als auch Nakamura nutzten weiterhin kaum Bedenkzeit. Sehr schnell schienen sich die Spieler mit einem Remis zu begnügen.Die Partie endete nach einer dreifachen Zugwiederholung.

Auch Pjotr Swidler und Levon Aronian trennten sich remis. Swidler hatte im Endspiel einen Bauern mehr als sein Gegner. Das konnte der Russe aber nicht nutzen, um sein erstes Spiel zu gewinnen. Im Turmendspiel einigten sich die Spieler auf das Remis. Genau wie für Giri war es auch für Swidler die vierte Punkteteilung, Aronian liegt nach einem Sieg und drei Remis bei 2,5 Punkten.

Im längsten Spiel des Tages hat Fabiano Caruana die Chance auf einen Erfolg leichtfertig vergeben. Er hatte gegen Wesselin Topalow einen klaren Vorteil, leistete sich nach Erreichen der Zeitkontrolle aber einen Fehler. Dadurch kam sein Gegner wieder ins Spiel und erkämpfte sich am Ende nach einem Turmspiel die Punkteteilung. Der Bulgare bleibt nach nun zwei Niederlagen und zwei Remis dennoch Tabellenletzter. Caruana wartet genauso wie Topalov, Swidler, Giri und Nakamura auf den ersten Sieg.

aev

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
chemo13 15.03.2016
Danke für die Berichterstattung zum Vorausscheid der Schachweltmeisterschaft. Es wäre aber schön, wenn Sie einmal die aktuelle Tabelle für dieses Turnier und der Weltrangliste mit abbilden könnten. Danke
2. Oh ja
roithamer 15.03.2016
und den Spielplan würde ich auch gerne mal sehen. Hab keinen Bock deswegen rumzugugeln.
3. Remis, Remis, Remis
Setarkos361 16.03.2016
Ist doch so langweilig wie immer bei dieser enormen Remisvielfalt ... :-( Die Go-Spieler machten in Seoul gerade vor, wie es deutlich spannender geht!
4. Videoanalyse
declinator 16.03.2016
Gibt's die Analysen von Daniel King eigentlich noch? Die von den ersten drei Spieltagen habe ich angeschaut, aber jetzt kann ich nicht einmal die mehr finden...
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Schach-Glossar
  • Corbis
    Schach ist ein strategisches Brettspiel, bei dem zwei Spieler abwechselnd ihre Figuren auf dem Spielbrett bewegen. Weiß beginnt immer, es besteht Zugpflicht. Mit jeder Figur kann eine des Gegners geschlagen werden.

  • Jeder Spieler hat 16 Figuren, die nur nach bestimmten Regeln gezogen werden dürfen. Der König kann horizontal, vertikal oder diagonal auf das angrenzende Feld ziehen. Die Dame kann horizontal, vertikal oder diagonal beliebig weit ziehen, darf dabei jedoch keine anderen Figuren überspringen. Der Läufer kann diagonal beliebig weit ziehen, darf dabei jedoch keine anderen Figuren überspringen.

  • Der Springer zieht in beliebiger Richtung über zwei Felder: Erst vertikal oder horizontal, dann diagonal; oder erst diagonal und dann vertikal oder horizontal. Das erste Feld darf dabei besetzt sein. Der Turm kann horizontal und vertikal beliebig weit ziehen, darf aber keine anderen Figuren überspringen. Die acht Bauern dürfen immer einen Schritt nach vorne ziehen, wenn das Feld leer ist. Sie schlagen vorwärts diagonal.

Es gewinnt der Spieler, der den gegnerischen König schachmatt setzt. Das bedeutet, der König wird in jedem Fall geschlagen, egal, wie der bedrohte Spieler eine seiner Figuren zieht. Eine weitere Möglichkeit zum Spielgewinn ist die Aufgabe des Gegners. Dies ist während des Spiels jederzeit möglich.


Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: