Schach-Kandidatenturnier Nach sieben Stunden - Grischuk zwingt Kramnik zur Aufgabe

Der Sieger musste Geduld mitbringen: Alexander Grischuk hat sich in einem langen Schach-Duell gegen Wladimir Kramnik durchgesetzt. Damit ist beim Kandidatenturnier in Berlin ein Dreikampf an der Spitze entstanden.

Alexander Grischuk
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Alexander Grischuk


Das Duell dauerte knapp sieben Stunden - und am Ende hat Wladimir Kramnik aufgegeben. Der Russe hat am achten Tag des Schach-Kandidatenturniers in Berlin gegen seinen Landsmann Alexander Grischuk verloren. Nach seinem Sieg im bisher längsten Spiel des Wettbewerbs hat Grischuk 4,5 Punkte auf dem Konto und ist Dritter.

Kramnik bot in Zeitnot einen starken Kampf und Grischuk gelang es lange nicht, Fortschritte zu erzielen. Erst gegen Ende der Partie erhöhte der 34-Jährige das Risiko - und diese Strategie ging auf. Kramnik gab nach 91 Zügen auf. Nach der Niederlage ist der Weltranglisten-Dritte nur noch Fünfter (3,5 Punkte).

Fabiano Caruana hat seinen ersten Platz beim Kandidatenturnier verteidigt. Der US-Amerikaner steht nach einem Unentschieden gegen Wesley So mit 5,5 Punkten an der Spitze. Sergej Karjakin hat einen Tag nach seinem ersten Turniersieg ein Remis gegen den zweitplatzierten Schachrijar Mamedjarow (5 Punkte) erreicht. Remis endete auch die Partie von Ding Liren - der Chinese ist nach seinem achten Unentschieden im achten Spiel Vierter.

Im Berliner Kühlhaus - einem Veranstaltungsort im Stadtbezirk Kreuzberg - spielt jeder Kandidat zweimal gegen jeden. Der 14. und letzte Spieltag ist für den 27. März angesetzt. Bei Punktgleichheit entscheidet ein mehrstufiges und nicht unumstrittenes Feinwertungssystem.

Der Sieger des Großmeister-Turniers (lesen Sie hier, wer sich Großmeister nennen kann) darf im November in London Weltmeister Magnus Carlsen herausfordern. Der 27 Jahre alte Norweger hatte den Titel 2013 erkämpft und ihn 2014 und 2016 verteidigt.

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jan



insgesamt 4 Beiträge
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widower+2 19.03.2018
1. Fehler über Fehler!
Nicht Kramnik war in ständiger Zeitnot, sondern Grischuk. Besser kein Artikel als ein solcher.
whitewisent 19.03.2018
2.
Nur am Rande, man sollte sich auch als Journalist dran gewöhnen, das Umfeld zu beschreiben. Es gab nie einen Stadtbezirk Kreuzberg. Das Tunier findet im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, Ortsteil Kreuzberg statt. Und das ist schon seit mehr als 7 Jahre so. Wäre nicht so schlimm, wenn es nicht laufend wiederholt in der Berichterstattung wiederholt würde.
tarik.akguel 20.03.2018
3.
Klasse Leistung muss ich sagen.
raimund_heid 20.03.2018
4. Turniersieg Karjakins?
Richtig ist wohl eher: ... Sergej Karjakin hat einen Tag nach seinem ersten Sieg ein Remis gegen den zweitplatzierten Schachrijar Mamedjarow (5 Punkte) erreicht ...
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