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Schach-Kandidatenturnier: Anand und Aronjan siegen und holen auf

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AFP

Schach-Großmeister Viswanathan Anand

Sergej Karjakin hat durch ein Remis die Tabellenführung verteidigt. Er muss sie sich allerdings mit Lewon Aronjan teilen. Der Armenier gewann durch eine Unkonzentriertheit seines Gegners.

Auch nach dem sechsten Spiel bleibt er weiter ohne Niederlage: Schach-Großmeister Sergej Karjakin hat gegen Fabiano Caruana durch eine beeindruckende Defensiv-Leistung eine Punkteteilung erzielt. Damit hat er nach zwei Siegen und vier Remis seine Tabellenführung beim Kandidatenturnier verteidigt. Aktuell liegt er bei vier Punkten.

Aus einer sehr passiven Stellung heraus sorgte Karjakin sogar noch für Gefahr, als sein Gegner in Zeitnot geriet. Zunächst hatte er aus der Verteidigung heraus sehr geschickt reagiert. Caruana verzichtete darauf, volles Risiko zu gehen. Daher musste sich der US-Amerikaner mit seinem sechsten Remis im sechsten Spiel begnügen.

Viswanathan Anand schaffte gegen Pjotr Swidler seinen zweiten Sieg. Der ehemalige Weltmeister brachte seinen Kontrahenten zur Aufgabe nach dem 24. Zug. Swidler verlor erstmals im laufenden Turnier. Anand liegt durch seinen erneuten Erfolg in der Tabelle nun alleine auf Rang drei.

Wesselin Topalow und Anish Giri trennten sich nach 68 Zügen remis. Giri war dabei zweimal in Zeitnot geraten. Im Endspiel mit Turm und Springer erspielte er sich einen kleinen Vorteil, als er einen Bauern mehr auf dem Brett hatte als sein Gegner. Er fand aber keinen Weg, diesen zu nutzen - auch nicht nach dem Turmtausch. Topalov rettete sich ins Remis.

Lewon Aronjan und Hiraku Nakamura zeigten die bisher längste Partie des Turniers. Nach über sechs Stunden sorgte ein Fehler Nakamuras für seine zweite Niederlage. Nach einem langwierigen Endspiel - erst mit je zwei, dann mit je einem Turm - berührte er kurz seinen König und musste ihn daher führen. Die anschließende Entwicklung zwang Nakamura, der als einer der Favoriten ins Turnier gegangen war, zur Aufgabe. Gemeinsam mit Topalov ist er dadurch Tabellenletzter. Aronjan schließt zu Karjakin auf und ist nun punktgleich Erster.

aev

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Schach-Glossar
  • Corbis
    Schach ist ein strategisches Brettspiel, bei dem zwei Spieler abwechselnd ihre Figuren auf dem Spielbrett bewegen. Weiß beginnt immer, es besteht Zugpflicht. Mit jeder Figur kann eine des Gegners geschlagen werden.

  • Jeder Spieler hat 16 Figuren, die nur nach bestimmten Regeln gezogen werden dürfen. Der König kann horizontal, vertikal oder diagonal auf das angrenzende Feld ziehen. Die Dame kann horizontal, vertikal oder diagonal beliebig weit ziehen, darf dabei jedoch keine anderen Figuren überspringen. Der Läufer kann diagonal beliebig weit ziehen, darf dabei jedoch keine anderen Figuren überspringen.

  • Der Springer zieht in beliebiger Richtung über zwei Felder: Erst vertikal oder horizontal, dann diagonal; oder erst diagonal und dann vertikal oder horizontal. Das erste Feld darf dabei besetzt sein. Der Turm kann horizontal und vertikal beliebig weit ziehen, darf aber keine anderen Figuren überspringen. Die acht Bauern dürfen immer einen Schritt nach vorne ziehen, wenn das Feld leer ist. Sie schlagen vorwärts diagonal.

Es gewinnt der Spieler, der den gegnerischen König schachmatt setzt. Das bedeutet, der König wird in jedem Fall geschlagen, egal, wie der bedrohte Spieler eine seiner Figuren zieht. Eine weitere Möglichkeit zum Spielgewinn ist die Aufgabe des Gegners. Dies ist während des Spiels jederzeit möglich.


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