Schach-WM 2016 Blitz-Remis zwischen Carlsen und Karjakin

Auch das sechste Duell zwischen Magnus Carlsen und Sergei Karjakin endete Remis. Dabei war der Weltmeister besser präpariert, doch sein Herausforderer entschied sich für eine Vereinfachung, die zur Punkteteilung führte.

Sergei Karjakin (l.), Magnus Carlsen (r.)
DPA

Sergei Karjakin (l.), Magnus Carlsen (r.)


Magnus Carlsen und Sergei Karjakin schenken sich weiterhin nichts: Auch in der sechsten Partie bei der Schachweltmeisterschaft 2016 in New York zwischen dem Norweger und seinem Herausforderer fand sich kein Sieger.

Neun Züge folgten die beiden Kontrahenten der Spanischen Partie der vierten Runde, dann wich Carlsen im klassischen Aufbau ab und ergriff im Zentrum die Initiative. Er opferte einen Bauern und bekam in der Folge sehr aktives Figurenspiel. Der Weltmeister spielte seine Züge sehr schnell und bestätigte nach der Partie, dass er sehr lange in seiner Vorbereitung war.

Karjakin zog früh die Notbremse und fand im 19. Zug die Möglichkeit zur Vereinfachung. Nach dem Generalabtausch vieler Figuren blieb ein Endspiel mit Dame und Läufer übrig, das keinem der beiden Spieler eine Chance zur Initiative bot und nach 32 Zügen und nur 95 gespielten Minuten mit einem Remisschluss endete.

So steht es zur Turnierhälfte 3,0 zu 3,0. Weltmeister wird, wer nach zwölf Partien 6,5 Punkte geholt hat. Das siebte Spiel findet am Sonntag (20 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) statt, dann wird Karjakin erneut mit den weißen Figuren eröffnen.

bes/bam



insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
LvB 19.11.2016
1. Langweilige WM
Ich verfolge seit der legendären Schach-WM 1972 Bobby Fischer gegen Boris Spassky alle Schach-WM. Alle waren insbesondere abwechselnd, spannend bis dramatisch, mit häufig halsbrecherischen Kombinationen. Von alle dem hat die aktuelle WM überhaupt nichts. Nur langweiliges Sicherheits- und damit Remis-Schach von beiden Spielern. Bobby Fischer wird sich wahrscheinlich vor Langeweile im Grab umdrehen. Schade, das ist absolut keine Werbung für den Schachsport.
markzwanzig 19.11.2016
2. Und
die Information, was passiert, wenn es nach den zwölf Partien 6:6 stehen sollte überlässt der Spiegel wie gewohnt dem Leser selber.
fanasy 19.11.2016
3. wer
bekommt denn zuerst 6,5 Punkte, wenn sie immer Remis spielen? schwarz im letzten Spiel?
dirkcologne 20.11.2016
4. der Herausforderer muss gewinnen
also wenn es nach 12 Partien 6:6 steht gewinnt der Weltmeister Allerdings kann Karjakin nur gewinnen...niemand würde sagen ER muß gewinnen,abgesehen davon das seine ELO-Werrtung sowieso steigt.Um aber Weltmeister zu werden reicht es ihm in der letzten oder vorletzten Partie mit Weiß zu siegen.Carlsen müßte dann sofort nachlegen oder könnte gar nicht mehr kontern...
reisenderdenker 20.11.2016
5. wenn es 6:6 steht gibt es 4 Schnellpartien mit 25min +10 sec.
Selbst danach würde es noch Blitz Partien geben, also es muss eine Entscheidung fallen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.