Auftakt der Schach-WM Anand rettet sich gegen Carlsen ins Remis

Viswanathan Anand überraschte mit seiner Eröffnung, dann setzte Magnus Carlsen den Inder unter Druck, am Ende gab es ein Remis. Das erste Match der Schach-WM war intensiv und spannend.

Schach-Weltmeister Carlsen: Punkteteilung mit Anand
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Schach-Weltmeister Carlsen: Punkteteilung mit Anand


Hamburg - Die Schach-WM im russischen Sotschi hat mit einer Punkteteilung begonnen. Titelverteidiger Magnus Carlsen und Herausforderer Viswanathan Anand trennten sich nach rund fünfeinhalb Stunden mit einem Remis.

Anand traf eine gute Eröffnungswahl, brachte Carlsen ins Nachdenken und kam zu einer scharfen, zweischneidigen Stellung mit vielen Möglichkeiten für beide Seiten.
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Anand traf eine gute Eröffnungswahl, brachte Carlsen ins Nachdenken und kam zu einer scharfen, zweischneidigen Stellung mit vielen Möglichkeiten für beide Seiten.

Anand führte die weißen Steine und eröffnete das Spiel mit seinem Damenbauern. Titelverteidiger Carlsen wählte die Grünfeld-Indische Verteidigung. Da Anand keine Hauptvariante spielte, benötigte der Norweger für seinen neunten Zug fast 20 Minuten (lesen Sie die Höhepunkte in unserem Liveticker nach).

Anands Initiative war verpufft und er stand wegen seiner Bauernschwächen auf f2 und h2 minimal schlechter, aber die aktive Stellung von Dame und Turm sollte Weiß den Ausgleich sichern.
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Anands Initiative war verpufft und er stand wegen seiner Bauernschwächen auf f2 und h2 minimal schlechter, aber die aktive Stellung von Dame und Turm sollte Weiß den Ausgleich sichern.

In der spannenden Partie verbrauchte Carlsen unter dem Druck des weißen Angriffs zunächst sehr viel Bedenkzeit. Im Spielverlauf konnte er aber seine Stellung mit klugen Manövern verteidigen und Anand seinerseits unter Druck setzen. Nachdem Anand die schweren Drohungen abgewehrt hatte, endete die Partie im 48. Zug Remis durch Dauerschach.

Am Ende rettete sich Weiß ins Dauerschach.
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Am Ende rettete sich Weiß ins Dauerschach.

In der zweiten Partie am Sonntag (13 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) hat Titelverteidiger Carlsen Weiß. Zum Sieg sind 6,5 Punkte nötig.

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ham/dpa



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insgesamt 21 Beiträge
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stefkroll 08.11.2014
1. zeitnahme
also laie gefragt, hat das mitlaufen der "bedenkzeit" eine besondere bedeutung?
c218605 08.11.2014
2. Bitte nicht schon wieder
diese diletantischen Ueberschriften wie beim letzten Mal!. Wie bitte kann man sich denn in ein Remis "retten"? Es ist entweder sauber erarbeitet oder der Gegner hat einen Fehler gemacht der ihm einen halben Punkt kostet.
lonicerus 08.11.2014
3. Zeit
Zeit um, Partie verloren. So einfach ist das. ;-)
StefanXX 08.11.2014
4. Unterirdisch schlechter Kommentar von Herrn Schroller
Eins vorweg: Ich bin selbst nur ein durchschnittlicher Hobbyspieler mit ca. 1.500 Elo. Nachdem ich SPON schon oft genug für die Berichterstattung gelobt habe, hoffe ich dass jetzt auch dieser Beitrag veröffentlicht wird. Denn so sehr ich mich drüber freue dass SPON berichtet, so unterirdisch schlecht war heute der Kommentar von Herrn Schroller, vor allem gegen Ende. Nur zwei Beispiele: Im 44. Zug von Anand Qh1 schreibt Herr Schroller "Anand deckt seine Schwäche, den Bauern auf h1". Es dauert ganze 5 Minuten(!!) bis er merkt dass der Sinn dieses Zuges natürlich die Drohung auf B7 schon war, der Bauer war eh nicht mehr zu decken. Diesen Zug habe selbst ich als Laienspieler und OHNE der Hilfe meiner Schachengine richtiger bewertet als Herr Schroller. Dann der Zug 42 von Carlsen Te2, woraufhin Herr Schroller sich feiert den Zug richtig vorhergesagt zu haben. Alle Schachengines sagen dass schwarz hier mit Te3 statt Te2 sehr gute Siegchancen gehabt hätte. Dass man sowas selbst nicht sieht ist kein Problem, selbst diese absoluten Profis haben das ja nicht gesehen. Aber jeder Laienspieler mit einer Schachengine im Hintergrund hätte das Spiel besser online analysieren und kommentieren können. Manche Kommentare waren so naiv geschrieben dass der Kommentator nicht mal 2 Züge im Voraus gedacht haben KONNTE. Dass war fast schon wieder amüsant, wenn es nicht eigentlich so peinlich gewesen wäre. Warum lässt man ein Spiel zwischen zwei Weltklassespielern von einem besseren Hobbyspieler kommentieren, der die entscheidenden Wendungen im Spiel entweder verpennt oder völlig falsch darstellt? Wie gesagt, es ist keine Schande viele taktischen Wendungen nicht zu sehen, wenn Herr Schroller das könnte säße er vielleicht selbst als Herausforderer bei diesem WM-Kampf. Aber jeder Hobbyspieler mit einer Schach-Engine im Hintergrund hätte die taktischen Wendungen des Spiels besser erkennen und kommentieren können. Und wenn schon keine Schach-Engine als Kommentarhilfe verwendet wird, dann lasst doch bitte wenigstens jemanden kommentieren der wenigstens 2.200 Elo oder drüber hat, davon gibt es Abertausende. Der ist Leuten wie Carlsen und Anand zwar immer noch meilenweit unterlegen, aber zumindest ist er vom Niveau her nicht mehr die Entfernung Erde-Mond entfernt wie es Herr Schroller heute war. Ich kann es nicht verstehen. Bei einem WM-Endspiel im Fussball setzt man als Co-Kommentator doch auch keinen Bezirksligakicker ans Mikrofon, sondern wenigstens einen Ex-Bundesligaprofi. Wie kann man erwarten dass ein Herr Schroller ohne Zuhilfenahme einer Schach-Engine auch nur halbwegs qualifiziert so ein Spiel kommentieren kann?
lessi17 08.11.2014
5. Überschrift
@ 2. Kommentator Was stimmt denn ihrer Ansicht nach mit der Überschrift nicht? Anand hat sich in ein remis "gerettet" da er nach ungefähr Zug 30 immer mehr unter Druck geraten war und eine Niederlage nicht mehr unwahrscheinlich war. Oder würden sie nicht sagen, dass Anand nach dem Beginn des Spiels mit dem Ergebnis sicher nicht zufrieden sein kann, jedoch zumindest glücklich sein muss dass er es noch geschafft hat ein Unentschieden zu halten. (Die Computerevaluation war zwischenzeitlich bei bis zu -1)
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