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Blitzanalyse der Schach-WM: Wie Carlsen das Remis sicherte

Fünftes Spiel, drittes Remis: Magnus Carlsen und Viswanathan Anand haben bei der Schach-WM erneut unentschieden gespielt. Die Analyse zeigt, wie der Titelverteidiger den Angriff des Herausforderers abwehrte.

Blitzanalyse der Schach-WM: So hielt der Weltmeister dem Druck stand Fotos
chessbase.de

Hamburg - Das Duell zwischen Magnus Carlsen und Viswanathan Anand bleibt ausgeglichen. In der fünften Partie der Schach-WM einigten sich die beiden Kontrahenten nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden und 39 Zügen auf ein Remis. Nach dem dritten Unentschieden steht es 2,5:2,5, beide Spieler haben jeweils eine Begegnung gewonnen.

Anand hatte die weißen Figuren und begann wie zuletzt mit Damenbauern, Titelverteidiger Carlsen wählte die Damenindische Verteidigung. Es entwickelte sich eine schnelle Begegnung, in der sich jedoch kein Kontrahent entscheidende Vorteile herausarbeiten konnte.

Nach einem Bauernopfer des Herausforderers landete Carlsen nach dem Damentausch in einem schlechteren Endspiel. Anand verzichtete in der Folge jedoch auf Verwicklungen und ließ Vereinfachungen zu, die seinen leichten Vorteil zunichtemachten.

"Ich denke, Weiß stand ein bisschen besser, aber es war zu verteidigen", sagte Carlsen: "Es war ein bisschen komplizierter, als ich zuerst dachte." Anand sagte: "Am Ende war es in Ordnung für mich. Es ist lange her, dass ich mir diese Variante angeschaut habe."

Weiter geht es am Samstag mit Partie sechs (13 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

Lesen Sie hier die Analyse zu den Schlüsselstellungen der fünften Partie.

Expertenanalyse

cte/sid

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Schach-WM 2014

Schach-Glossar
  • Corbis
    Schach ist ein strategisches Brettspiel, bei dem zwei Spieler abwechselnd ihre Figuren auf dem Spielbrett bewegen. Weiß beginnt immer, es besteht Zugpflicht. Mit jeder Figur kann eine des Gegners geschlagen werden.

  • Jeder Spieler hat 16 Figuren, die nur nach bestimmten Regeln gezogen werden dürfen. Der König kann horizontal, vertikal oder diagonal auf das angrenzende Feld ziehen. Die Dame kann horizontal, vertikal oder diagonal beliebig weit ziehen, darf dabei jedoch keine anderen Figuren überspringen. Der Läufer kann diagonal beliebig weit ziehen, darf dabei jedoch keine anderen Figuren überspringen.

  • Der Springer zieht in beliebiger Richtung über zwei Felder: Erst vertikal oder horizontal, dann diagonal; oder erst diagonal und dann vertikal oder horizontal. Das erste Feld darf dabei besetzt sein. Der Turm kann horizontal und vertikal beliebig weit ziehen, darf aber keine anderen Figuren überspringen. Die acht Bauern dürfen immer einen Schritt nach vorne ziehen, wenn das Feld leer ist. Sie schlagen vorwärts diagonal.

Es gewinnt der Spieler, der den gegnerischen König schachmatt setzt. Das bedeutet, der König wird in jedem Fall geschlagen, egal, wie der bedrohte Spieler eine seiner Figuren zieht. Eine weitere Möglichkeit zum Spielgewinn ist die Aufgabe des Gegners. Dies ist während des Spiels jederzeit möglich.


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