Blitzanalyse zur Schach-WM So verhinderte Anand die Vorentscheidung

Die Schach-WM bleibt spannend: Die siebte Partie zwischen Titelverteidiger Magnus Carlsen und Herausforderer Viswanathan Anand endete mit einem Remis - weil Anands Verteidigung hielt.

cheesbase.de

Hamburg - Sechs Stunden und 22 Minuten - so lange dauerte die siebte Partie der Schach-WM im russischen Sotschi zwischen Titelträger Magnus Carlsen und Herausforderer Viswanathan Anand. Es war das bisher längste Spiel im diesjährigen Wettkampf.

Carlsen sah sich schon als Sieger, musste sich aber mit einem Remis begnügen: "Ich war überzeugt, dass das Endspiel für mich gewonnen ist, aber letztendlich fand ich keinen Weg", sagte der Weltmeister. "Das Remis ist in Ordnung, da ich in Führung liege." Anand sagte: "Die Stellung hat zwar nicht viel Spaß gemacht, aber ich bin zufrieden mit meiner Verteidigungsleistung."

Hier können Sie die siebte Partie Zug für Zug nachspielen

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Die Kontrahenten duellierten sich in einer hochaktuellen Variante der Berliner Verteidigung. Die ersten 23 Züge spulten sie im Blitztempo herunter und erreichten ein Endspiel, in dem Carlsen für einen Minusbauern aktivere Figuren hatte. Anand zog im 31. Zug die Notbremse. Er opferte seinen Läufer für zwei weiße Bauern und baute eine Festung am Damenflügel auf.

Carlsen versuchte mit Turm, Springer und zwei Bauern gegen Turm und vier Bauern durchzudringen, doch mehr als ein Endspiel mit Turm und Springer gegen Turm sprang nicht heraus. Hier versuchte der Titelverteidiger seinen Gegner zu zermürben, doch Anand erwies sich als exzellenter Verteidiger. In der Gesamtwertung führt der Weltmeister 4:3.

Lesen Sie hier die Analyse zu den Schlüsselstellungen der siebten Partie.

buc/sid



insgesamt 2 Beiträge
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pterodactylus 18.11.2014
1. Video-Analyse
Können Sie ihrem Videoanalysten mal sagen, dass er ein Minimum an Animation auf dem Schachbrett einschaltet? Es ist unheimlich schwer, die Züge nachzuverfolgen, wenn man nicht sieht, welche Figur bewegt wurde. Ebenso wäre es sinnvoll, wenn man rechts nicht nur den letzten Zug als Text angezeigt bekommt, sondern alle. Und spekulative Züge dann in einer anderen Farbe. Er springt gedanklich oft kreuz und quer über das Brett und wechselt vom realen zum spekulativen ohne nachvollziehbaren Wechsel. Für jemanden, der das Spiel gesehen hat und auswendig kennt mag diese Art von Analyse vielleicht gerade so hilfreich sein. Für denjenigen Interessierten (und die Partien sind interessant!), der sich im Nachhinein das Ganze mal anschauen will, ist das ganze aber nahezu unbrauchbar. Und ich würde sagen, dazu zählt ein größerer Teil Ihrer Leserschaft.
Vollklappspaten 18.11.2014
2. Danke
Vielen Dank für diesen Hinweis. Genau das verwirrt mich, als interessiertem, aber nur mit Anfägerwissen ausgestattetem, Betrachter extrem. Nach drei, vier spekulativen Zügen wieder zurück in die Ausgangsstellung, danach sofort der tatsächlich gemachte Zug, also wieder das Video zurück gespult, wieder vor spulen und versuchen den Überblick zu behalten. Nahezu unmöglich.
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