Vorwürfe von Usada-Chef Tygart: Schweizer Doping-Labor soll Armstrong über Epo-Tests informiert haben

Wie wird die Dopingsubstanz Epo im Körper eines Athleten aufgespürt? Lance Armstrong wusste es offenbar ganz genau. Der frühere Radstar soll vom Chef eines Schweizer Anti-Doping-Labors im Jahr 2002 detailliert aufgeklärt worden sein. Das berichtet Usada-Chef Travis Tygart.

Ex-Radprofi Armstrong: Kenntnisse über Doping-TestsZur Großansicht
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Ex-Radprofi Armstrong: Kenntnisse über Doping-Tests

Hamburg - Der gefallene Radstar Lance Armstrong war offenbar im Besitz des "Schlüssels" zu Doping-Tests: Der Leiter eines Schweizer Anti-Doping-Labors, Martial Saugy, soll Armstrong und seinem damaligen US-Postal-Teamchef Johan Bruyneel über den Ablauf von Epo-Tests aufgeklärt haben. Das behauptet der Chef der US-amerikanischen Anti-Dopingagentur Usada in der Fernsehsendung "60 Minutes Sport" des Senders CBS.

Bei der Tour de Suisse 2001 soll es demnach einen auffälligen Befund Armstrongs gegeben haben, in Folge dessen Saugy Armstrong unzulässig mit Informationen versorgte. Es hätte laut Tygart ein Treffen Saugys mit Armstrong und Bruyneel gegeben, das auf Initiative des Weltverbandes UCI zurückgegangen sei.

Vom Verband bekommt der Schweizer allerdings Rückendeckung. "Er ist seriös und positioniert sich klar gegen Doping", sagte Richard Chassot, der Präsident des Schweizer Radsport-Verbandes, über Saugy.

Zudem bestätigte Tygart, dass ihm Armstrong 2004 eine Spende angeboten habe. Tygert führte das Ermittlungsverfahren der Usada gegen den Radstar, das ein lebenslanges Fahrverbot und die Aberkennung aller Tour-de-France-Siege zur Folge hatte.

asi/dpa

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  • Donnerstag, 10.01.2013 – 18:16 Uhr
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Kampf gegen Doping
Am 10. November 1999 wurde auf Initiative des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) die unabhängige Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) in Lausanne gegründet. Zusammen mit den nationalen NOKs und staatlichen Organisationen will die Wada die internationale Dopingbekämpfung fördern und einheitliche Standards für Kontrollen in allen Ländern schaffen. Das Anti-Doping-Programm der Wada wurde im März 2003 von allen Delegierten der internationalen Sportverbände, der Regierungen und dem IOC auf der Welt-Anti-Doping-Konferenz in Kopenhagen angenommen. Der Welt-Anti-Doping-Codex löste im darauffolgenden Jahr den Anti-Doping-Code der Olympischen Bewegung ab und gilt seit den Spielen in Athen 2004 auch für die Olympischen Spiele.





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