Abstimmung in der Schweiz: Graubünden lehnt Olympia-Kandidatur ab

Protestposter gegen die Olympia-Bewerbung: 2022-Gegner haben sich durchgesetzt Zur Großansicht
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Protestposter gegen die Olympia-Bewerbung: 2022-Gegner haben sich durchgesetzt

Die Bürger des Schweizer Kantons Graubünden haben keine Lust auf die Olympischen Winterspiele 2022. Bei einer Abstimmung lehnten fast 53 Prozent der Wähler eine entsprechende Bewerbung ab.

Hamburg - Es sollte das größte Sportereignis der Schweizer Geschichte werden, sogar noch größer als die Fußball-Europameisterschaft 2008, doch aus diesen Plänen wird nichts: Die Wähler des Kantons Graubünden haben sich gegen eine Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2022 entschieden.

Fast 53 Prozent stimmten gegen die Olympiavorlage, die eine Finanzierung von 300 Millionen Franken (rund 245 Millionen Euro) vorsah. Davos und St. Moritz stimmten hingegen mit "Ja". Es hätten jedoch sowohl Graubünden als auch die beiden Austragungsorte zustimmen müssen, um eine Kandidatur durchzubringen. Nun muss das Projekt zurückgezogen werden.

Der "Berner Zeitung" sagte Christian Gartmann, Sprecher der Olympischen Winterspiele 2022: "Wenn man die Niederlage scheut, dann darf man gar nicht erst zum Wettkampf antreten." Man müsse das Nein akzeptieren. "Heute Morgen war ich noch optimistisch eingestellt, aber wir haben uns darauf eingestellt, dass es knapp werden könnte."

Bislang wurden in der Schweiz zweimal Olympische Winterspiele veranstaltet: Sowohl 1928 als auch 1948 war die Wintersport-Elite zu Gast in St. Moritz. Elfmal scheiterten die Bewerbungen, auf eine für die Spiele 2014 geplante Bewerbung wurde zudem verzichtet.

bka

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Neid!
mikaiser 03.03.2013
Die Graubündner stimmen ab... Schade wegen Olympia, aber ich will in Deutschland endlich auch eine richtige Demokratie haben!
2. Skirummel abgeblitzt
bingo-h@web.de 04.03.2013
Hut ab vor dieser Entscheidung! Endlich mal Menschen, die sich nicht von dem in Größenwahn und Kommerz abgedrifteten Olympiazirkus einsacken lassen. Eine Recherche im Volk über die Gründe der Einzelnen wäre nun angebracht...
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