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Doping im Schwimmen: Olympiasieger Sun positiv getestet

Schwimm-Champion Sun: Auf Trimetazidin getestet Zur Großansicht
AFP

Schwimm-Champion Sun: Auf Trimetazidin getestet

Schwimm-Star Sun Yang aus China ist bei einer Dopingprobe positiv getestet worden. Bei dem zweifachen Olympiasieger wurde eine verbotene Stimulans entdeckt. Er selbst beteuert seine Unschuld.

Hamburg - Der chinesische Schwimmstar und Doppel-Olympiasieger von London 2012, Sun Yang, ist bei einem Dopingtest am 17. Mai im Rahmen der nationalen Meisterschaften positiv auf das verbotene Stimulans Trimetazidin getestet worden. Dies berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag unter Berufung auf die chinesische Anti-Doping-Agentur Chinada.

Der 22-jährige Weltmeister über 400, 800 und 1500 Meter sei daraufhin nach einer Anhörung im Juli rückwirkend für drei Monate gesperrt worden. Sun, der auf die Öffnung der B-Probe verzichtet hatte, gab an, das Mittel aus medizinischen Gründen verwendet zu haben. Er sei sich nicht bewusst gewesen, dass Trimetazidin seit Januar 2014 auf der Dopingliste geführt wird.

Im September nahm Sun an den Asienspielen teil, wo er Gold über 1500 und 400 Meter Freistil sowie in der Staffel über 4x100 Meter gewann. Wenig später gewann er beim Kurzbahn-Weltcup in Peking Ende Oktober den Wettkampf über 400 Meter Freistil.

Im Mai hatte er den ersten Wettkampf seit November 2013 bestritten. Damals war er ohne Führerschein mit dem Auto unterwegs gewesen und hatte dabei einen Unfall verursacht. Sun war daraufhin gesperrt worden und hatte sogar eine Woche in Haft verbringen müssen.

aha/dpa

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insgesamt 6 Beiträge
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1.
zauselfritz 24.11.2014
Ja, natürlich, dass was gefunden wird und er unschuldig ist. Sind sie doch alle die erwischt werden.
2. Wenn ...
unifersahlscheni 24.11.2014
... Yang doch seine Unschuld beteuert.Warum glaubt ihm dann keiner ...?
3.
foolbar 24.11.2014
Gab da mal eine schöne Reportage im Vorfeld der Spiele in Peking 2008.Ging da auch um Doping-Überwachung. Und China hatte sich da durch Tricks und Hinauszögerung einfach mal nicht kontrollieren lassen, wie es eigentlich sein sollte. Mich wundert da nicht wirklich.Wobei es mir auch egal sein soll. Gucke selbst bei den Spielen schon seit längerer Zeit nur noch die Mannschaftssportarten an. Da kommt es nicht so sehr auf körperliche Leistungskraft an, sondern in erster Linie doch auf die Technik und Taktik.
4. Überraschend
phboerker 24.11.2014
Das Erstaunliche an dieser Meldung ist, dass die chinesische Anti-Doping-Agentur einen chinesischen Spitzenathleten bei einer nationalen Meisterschaft positiv getestet hat.
5. Wetten das ...
joeeoj 24.11.2014
... 99% der deutschen Bevölkerung auch positiv auf Dopingmittel getestet würden ? Sportler können heutzutage fast nicht mehr normal konsumieren, weil zuviele Mittel als Dopingmittel klassifiziert wurden und die Grenzmengen zu eng angesetzt werden. Dabei sind nicht nur Nahrungsmittel ein Problem: Medizin, Zahnpasta usw. enthalten oft Substanzten die als Dopingmittel genutzt werden können. Ob es da noch Spass macht für den Sport einen normalen Lebensstil vollständig zu opfern ? Ich habe meinen Kinder ganz klar abgeraten !
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Kampf gegen Doping
Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada)
Am 10. November 1999 wurde auf Initiative des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) die unabhängige Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) in Lausanne gegründet. Zusammen mit den nationalen NOKs und staatlichen Organisationen will die Wada die internationale Dopingbekämpfung fördern und einheitliche Standards für Kontrollen in allen Ländern schaffen. Das Anti-Doping-Programm der Wada wurde im März 2003 von allen Delegierten der internationalen Sportverbände, der Regierungen und dem IOC auf der Welt-Anti-Doping-Konferenz in Kopenhagen angenommen. Der Welt-Anti-Doping-Codex löste im darauffolgenden Jahr den Anti-Doping-Code der Olympischen Bewegung ab und gilt seit den Spielen in Athen 2004 auch für die Olympischen Spiele.
Welt-Anti-Doping-Programm
Der Welt-Anti-Doping-Codex löste 2004 den Anti-Doping-Code der Olympischen Bewegung ab und gilt seit den Spielen in Athen im selben Jahr auch für die Olympischen Spiele. Das Programm besteht aus drei Ebenen: 1. Welt-Anti-Doping-Code (WADC), 2. Vier Internationale Standards, 3. Erarbeitungen von Empfehlungen für die bestmögliche praktische Umsetzung durch Anti-Doping-Organisationen und Verbände.
Welt-Anti-Doping-Code (WADC)
Der Welt-Anti-Doping-Code wurde erstmalig im Jahre 2003 verabschiedet und ist das Basisdokument des Welt-Anti-Doping-Programms. 2004 traten das Programm und der Codex in Kraft. Der überarbeitete Welt-Anti-Doping-Code ist seit dem 1. Januar 2009 gültig. Er vereinheitlicht Regeln und Verfahren, die bisher von Land zu Land und von Sportart zu Sportart verschieden waren und regelt die Verantwortlichkeiten der einzelnen Interessengruppen. Der Code stellt keine Definition des Dopings mehr auf, sondern bezeichnet Doping als einen Verstoß gegen nachfolgende Bestimmungen: Nachweis oder Gebrauch einer verbotenen Substanz oder Methode, Verweigerung einer Dopingkontrolle und Verletzung der Informationspflicht über den Aufenthaltsort sowie Verfälschung einer Dopingkontrolle und Besitz oder Handel von Substanzen durch einen Athleten oder sein Umfeld.
Internationale Standards
Sie ergänzen die Anforderungen des Codes durch nähere Beschreibungen und sollen dazu beitragen, national übergreifend einheitliche Formen für die Anti-Doping-Arbeit zu schaffen. Dies betrifft insbesondere die Dopingliste, die Dopingkontrolle Dopinglabors und Ausnahmebewilligungen für Medikamente.
Verbotene Substanzen
Die Dopingliste gilt weltweit und wird durch eine spezielle Kommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) erstellt. Sie wird jedes Jahr erneuert und tritt jeweils am 1. Januar in Kraft. Auf der Liste werden nur Wirkstoffe und Methoden veröffentlicht, die mindestens zwei von drei Kriterien entsprechen: Gemäß medizinischen oder anderen wissenschaftlichen Erkenntnissen hat der Wirkstoff oder die Methode das Potential zur Leistungssteigerung im Sport. Gemäß medizinischen oder anderen wissenschaftlichen Erkenntnissen besitzt der Wirkstoff oder die Methode ein aktuelles oder potentielles Gesundheitsrisiko. Gemäß Wada verstößt die Anwendung des Wirkstoffs oder der Methode gegen die Ethik im Sport. Zu den verbotenen Substanzklassen, die teilweise ganz oder nur im Wettkampf verboten sind, gehören: 1. Alkohol, 2. Anabolika , 3. Antiöstrogene , 4. Beta-2-Agonisten , 5. Betablocker , 6. Cannabinoide (Cannabis, Haschisch, Marihuana) , 7. Glucocorticoide , 8. Hormone , 9. Maskierende Substanzen und Diuretika , 10. Narkotika , 11. Stimulanzien . Für Alkohol und Betablocker gibt es in einigen Sportarten Ausnahmen, sie werden nicht von allen internationalen Sportverbänden verboten.
Verbotene Methoden
Seit dem 1. Januar 2003 werden die verbotenen Dopingmethoden genauer beschrieben und in drei Kategorien unterteilt: 1. Erhöhung der Transportkapazität für Sauerstoff ( Blutdoping ), 2. chemische und physikalische Manipulation, 3. Gendoping . Die Anwendung verbotener Methoden ist innnerhalb als auch außerhalb des Wettkampfs verboten.
Kontrollregularien

Für Athletinnen und Athleten bestehen je nach Leistungsniveau unterschiedliche Bestimmungen zu der obligatorischen Meldepflicht. Die Ein-Stunden-Regelung verpflichtet bestimmte Athleten für jeden Tag eine Stunde zu benennen, in der sie für eine mögliche Dopingkontrolle zur Verfügung stehen. Die genaue Stunde muss jeweils am Ende eines Quartals für die nächsten drei Monate im Voraus benannt werden, darf aber innerhalb von 24 Stunden verändert und aktualisiert werden. Wird der Athlet in dieser Stunde vom Kontrolleur nicht am benannten Ort angetroffen, wird ein sogenannter Strike für das Kontrollversäumnis ausgesprochen. Wenn ein Sportler innerhalb von 18 Monaten drei Verwarnungen kassiert hat, muss er mit einer Sperre von bis zu zwei Jahren rechnen. Strikes von verschiedenen Organisationen ( Wada , Nada sowie zuständigem internationalem Verband) werden addiert.

Die Ein-Stunden-Regelung wird durch die Angabe von Aufenthaltsdaten zum Ende eines Quartals für jeden Tag der darauffolgenden drei Monate ergänzt. Wird ein Athlet bei einer Stichprobe nicht am angegebenen Ort angetroffen, kann ebenfalls ein Strike erteilt werden. Mannschaftssportler aus gering gefährdeten Sportarten werden in Mannschafts-Whereabouts getestet. Dafür melden die Vereine der Nada die Trainingspläne der Mannschaft.

Aufgrund des seit Beginn 2009 gültigen neuen Nada-Codes werden Athleten je nach Risikobewertung der Agentur für Doping in drei unterschiedliche Testpools eingeordnet und unterliegen verschiedenen Meldepflichten: Im International Registered Testing Pool (RTP) sind rund 1400 Athleten zusammengefasst, zu denen A-Kader und A-Nationalteams der Sportarten der Gefährdungsstufe I gehören. Sie müssen nicht nur bis zum 25. des Vormonats Angaben über Aufenthaltsort und Erreichbarkeit für ein Quartal machen, sondern auch die Ein-Stunden-Regelung beachten. Im Nationalen Testpool (NTP) für Kader-Athleten der Gefährdungsstufe II und III gilt diese Regel nicht. Alle anderen Athleten werden im Allgemeinen Testpool (ATP) zusammengefasst.



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