DSV-Athlet Florian Vogel Diese Beine!

Mit Topzeiten und zwei Titeln hat Florian Vogel bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin für Aufsehen gesorgt. Für die WM zählt er zu den Hoffnungsträgern im Deutschen Schwimm-Verband - vor allem wegen seiner nahezu perfekten Beinarbeit.

DSV-Athlet Vogel: Seine Beinarbeit ist nahezu perfekt
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DSV-Athlet Vogel: Seine Beinarbeit ist nahezu perfekt

Von Maria Kurth


Talent und Mentor, Florian Vogel und Paul Biedermann - schnell ist die Beziehung zwischen den zwei DSV-Athleten erzählt. Zumindest war das bis zum vergangenen Freitag so. Bis Vogel mit der weltweit sechstbesten Zeit in diesem Jahr (3:46,53 Minuten) das Biedermann-Erbe über 400 Meter Freistil antrat und einen Tag später auch über die doppelte Distanz (7:52,57) dominierte.

"Der Junge hat absolut was drauf", sagte Biedermann: "Es ist erfrischend, es macht Spaß mit ihm." Jeweils im Januar und März bildeten beide für zwei Wochen eine Trainingsgemeinschaft. "Die Ergebnisse zeigen, dass sich das auszahlt", sagt Vogels Stützpunkttrainer Olaf Bünde.

Vogel wird gern als extrovertiert bezeichnet. Er ist einer, dessen Mundwinkel sich beim Lachen den Ohren annähern, einer, der laut statt still jubelt und immer einen frechen Spruch parat hat. "Ja, das stimmt. Florian ist kein Kind von Traurigkeit. Er hat aber auch seine anderen Seiten und kann sehr nachdenklich und ruhig sein", sagt Bünde, der den 20-Jährigen seit mehr als zwölf Jahren kennt. Vogel studiert in München Bauingenieurwesen - wenn es seine mindestens neun Trainingseinheiten in der Woche zulassen.

Den ersten Lohn für seine harte Arbeit erntete er bereits im vergangenen Jahr. Die Kurzbahn-WM in Doha war sein bisher größtes Highlight. Mit Rang 19 über 400 Meter und Rang 17 über die doppelte Distanz war die Weltspitze noch ein gutes Stück entfernt. Jetzt zeigt sich: Für die diesjährige WM in Kasan vom 24. Juli bis 9. August ist mehr drin. "Klar, die Ergebnisse in Berlin sind ein weiterer, guter Schritt für ihn. Aber ob er diese Leistung in Kasan wiederholen kann, muss man abwarten", sagt Bünde.

Vogel glänzt mit seiner Beintechnik

Biedermann verzichtete in Berlin auf einen Start über 400 Meter. Vogel trat dessen Erbe als neuer Deutscher Meister an, qualifizierte sich mit seiner Zeit auch für die WM in Kasan. Den Münchner bereits als Nachfolger von Biedermann zu bezeichnen, sei laut Bünde jedoch etwas voreilig: "Man kann nicht davon sprechen, dass Florian Paul beerbt. Erst einmal schwimmt Paul noch und Florian macht auch sein eigenes Ding. Am liebsten wäre es mir, wenn beide noch eine ganze Weile zusammen in der Staffel schwimmen", sagt Bünde.

Während Biedermann vor allem über die Kraft aus dem Oberkörper kommt, glänzt der deutlich kleinere Vogel mit einer fast perfekten Beintechnik. "Wenn die beiden eine Beinschlag-Einheit machen, nervt das den Paul natürlich, wenn der kleine Kerl immer an ihm vorbei zieht", sagte Bundestrainer Henning Lambertz. Vogel relativierte: "Wenn es dann um den Armschlag geht, zahlt mir Paul das zigfach zurück."

Dass das Verhältnis Talent und Mentor noch nicht ganz der Vergangenheit angehört, wurde am letzten Wettkampftag in Berlin deutlich. Biedermann gewann mit seinem Start-Ziel-Sieg in Weltjahresbestzeit von 1:45,60 Minuten - Vogel wurde Fünfter.

mit Material vom sid



insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
Wilmalein 13.04.2015
1. puh,
Schwimmen ist ja sowas von langweilig, wer will das sehen?
Maflora 13.04.2015
2.
Öm, ich.
Ureinwohner2.0 13.04.2015
3. Wen interessiert das?
Lassen Sie es sein: Let It Be. (Besser konnten es die Beatles nicht formulieren.)
haut den lukas 13.04.2015
4. puh - schon außer Puste?
Zitat von WilmaleinSchwimmen ist ja sowas von langweilig, wer will das sehen?
allemal interessanter als der digitalen Schwarmintelligenz zu folgen, noch besser: selbst schwimmen und dann die Leistung richtig würdigen
mable 14.04.2015
5. puh - schon außer Puste 2.0
ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Bitte einmal selber ins Schwimmbad gehen und versuchen diese Leistungen nur im Ansatz zu erreichen. Vermutlich wird Ihnen schon nach wenigen Metern klar, dass das nicht klappt. Also entweder honorieren oder einfach mal gar nichts sagen, wenn es nicht interessiert
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