Hamburg - Nach 84 Tagen, drei Stunden und neun Minuten alleine auf hoher See hat der Franzose Michel Desjoyeaux den Hafen der französischen Stadt Les Sables D'Olonne erreicht und damit die Weltumsegelungsregatta Vendée Globe gewonnen. Nach 2000/2001 siegte Desjoyeaux somit bereits zum zweiten Mal beim härtesten Segelrennen der Welt, bei dem die Teilnehmer rund 27.000 Seemeilen in Einhandseglern zurücklegen müssen und keine Hilfe von außen annehmen dürfen. Der Zweitplazierte wird erst in ein paar Tagen im Ziel erwartet.
Gleichzeitig brach Desjoyeaux den bisherigen Rekord von 87 Tagen, 10 Stunden und 47 Minuten seines Landsmannes Vincent Riou. Der Wettbewerb wurde diesmal von zwei dramatischen Rettungsaktionen überschattet. Kurz vor Weihnachten trieb der Franzose Yann Elies mit einer Oberschenkelfraktur, Rippenbrüchen und einer verletzten Lunge zwei Tage hilflos auf dem Meer, ehe er von der australischen Marine gerettet werden konnte. Anfang Januar war Jean Le Cam (Frankreich) von einem Mitkonkurrenten aus Seenot gerettet worden, nachdem sein Boot während eines Sturms vor Kap Hoorn gekentert war.
Bei dem erstmals 1989/1990 ausgetragenen Rennen, das alle vier Jahre stattfindet, gab es bereits drei Todesfälle. 1992/93 kamen zwei Segler ums Leben: Der Amerikaner Mike Plant ging auf See bei der Anreise zum Start verloren, der Brite Nigel Burgess wurde nach vier Tagen ertrunken vor Cap Finisterre gefunden. 1996/97 verschwand das Boot des Kanadiers Gerry Roufs spurlos im Ozean.
fsc/sid
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles zum Thema Segeln | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH