America's Cup Neuseeländer holen zweiten Punkt ohne Gegenwehr

Die sportliche Herausforderung hält sich für das Team Emirates New Zealand beim America's Cup bisher in Grenzen. Da der schwedische Gegner - wie schon zuvor die Mannschaft aus Italien - nicht antrat, segelten die Neuseeländer in aller Ruhe zum zweiten Punkt.

Team Emirates New Zealand: Ohne Zeitdruck unterwegs
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Team Emirates New Zealand: Ohne Zeitdruck unterwegs


Hamburg - Das Emirates Team New Zealand dreht bei den Herausforderer-Rennen des 34. America's Cup weiterhin einsam seine Runden. Auch in der zweiten Regatta ohne Gegner sammelten die Neuseeländer vor San Francisco einen Punkt ein. Nachdem Luna Rossa (Italien) die erste Wettfahrt wegen eines Protestes boykottiert hatte, sollte die zweite Regatta der Neuseeländer gegen Artemis stattfinden.

Die Schweden warten nach ihrem schweren Unfall am 9. Mai, bei dem Crewmitglied Andrew Simpson tödlich verunglückte, allerdings noch immer auf die Fertigstellung ihres zweiten AC72-Katamarans und konnten nicht antreten. So wurde das Rennen für das Emirates Team New Zealand erneut zu einer Trainingsfahrt.

"Wir spüren, dass wir uns weiter ein ganzes Stück verbessern können", sagte Taktiker Ray Davies nach dem Rennen: "Jeder versucht, die schnellste manövrierfähige Konfiguration herauszufinden."

Bei den Herausforder-Rennen wird der Gegner des titelverteidigenden US-Teams Oracle ermittelt. Die Finalregatten finden vom 7. bis zum 21. September statt.

luk/sid



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insgesamt 6 Beiträge
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W. Robert 10.07.2013
1. Langweilig
Die Geschichte des America Cup ist auch die Geschichte der Regelbeeinflussung zugunsten der USA, das weiß fast jeder Segler, der die Entwicklung über die Jahrzehnte verfolgt hat. Wenn jetzt gar keine Konkurrenten mehr antreten, hat sich diese Show eindeutig überlebt. Schon als es die Regeln erlaubten, dass Conner 1988 mit einem Katamaran gegen den neuseeländischen Monohull antreten durfte, war das nur noch albern. http://www.yachtblick.de/www.yachtblick.de/wp-content/uploads/2011/07/stars__stripes_1988_cat_big.jpg
Ursprung 10.07.2013
2. Ellison`s decline
Zitat von sysopDPADie sportliche Herausforderung für hält sich für das Team Emirates New Zealand beim America's Cup bisher in Grenzen. Da der schwedische Gegner - wie schon zuvor die Mannschaft aus Italien - nicht antrat, segelten die Neuseeländer in aller Ruhe zum zweiten Punkt. http://www.spiegel.de/sport/sonst/segeln-neuseelaender-holen-beim-america-s-cup-zweiten-punkt-a-910360.html
Jetzt ist es Larry Ellison`s Farce. Skuriles Unsporthappening. Diese floating wings sind nicht mal schnell, nur gross, gefaehrlich, schoen teuer. Den Weltrekord halten unerreicht andere Konstruktionen. Ein Sackgassen-event. Das Medieninteresse sackt mit ab.
jan2118 10.07.2013
3.
Das hat doch alles nichts mehr mit segeln zu tun. Es geht halt nichts über Einheitsklassen in meinen Augen.
to5824bo 10.07.2013
4. So ist es
Zitat von jan2118Das hat doch alles nichts mehr mit segeln zu tun. Es geht halt nichts über Einheitsklassen in meinen Augen.
Genau so ist es. Und so sehr ich mich dafür interessiere und mich eigentlich darüber freue, dass SPON regelmässig auch über Segelevents schreibt, würde ich Berichte über diese Farce am liebsten ignorieren. Nur noch traurig das Ganze.
to5824bo 10.07.2013
5. Es könnte auch spannend sein
Zitat von UrsprungJetzt ist es Larry Ellison`s Farce. Skuriles Unsporthappening. Diese floating wings sind nicht mal schnell, nur gross, gefaehrlich, schoen teuer. Den Weltrekord halten unerreicht andere Konstruktionen. Ein Sackgassen-event. Das Medieninteresse sackt mit ab.
In der Tat. Und beim Regattasegeln geht es doch nicht um irgendwelche Geschwindigkeitsrekorde mit skurrilen Hightech-Geschossen. Da möchte man sehen, wie sich vergleichbar ausgestattete Boote messen, welche Crew über die bessere Taktik verfügt, den richtigen Riecher für Wind- und Strömungsverhältnisse verfügt und wer sein Sportgerät am besten im Griff hat usw. Die letzten AC-Regatten, die mit Einrumpfbooten ausgetragen wurden (2003 und 2007), waren auch für den Fernsehzuschauer richtig spannende Erlebnisse. Da guckten auch Leute zu, die ansonsten mit Segeln nicht viel am Hut haben. (wenn ich mich richtig erinnere in D auf Eurosport übertragen und sachkundig kommentiert). Zumindest dorthin sollte man zurückkehren, dann könnte es auch wieder spannend werden.
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