Duell im Ring: Box-Rüpel Chisora und Haye planen Kampf

Der eine ist suspendiert, der andere zurückgetreten. Und doch könnte es zum Kampf der britischen Skandal-Boxer Dereck Chisora und David Haye kommen. "Es wäre ein größerer Kampf, als wenn einer der beiden noch einmal gegen einen Klitschko antritt", sagte Chisoras Manager.

Box-Rüpel Chisora (l.) und Haye: Streit soll im Ring fortgesetzt werden Zur Großansicht
REUTERS/ Action Images

Box-Rüpel Chisora (l.) und Haye: Streit soll im Ring fortgesetzt werden

Hamburg - Eine handfeste Schlägerei haben sich die Streithähne Dereck Chisora und David Haye bereits geliefert. Nun soll die Auseinandersetzung der beiden britischen Skandal-Boxer im Ring fortgesetzt werden; nach offiziellen Regeln. Diese Gerüchte schürt zumindest Chisoras Manager Frank Warren. "Es wäre ein größerer Kampf, als wenn einer der beiden noch einmal gegen einen Klitschko antritt", sagte Warren.

Die "Bild"-Zeitung nennt bereits die Daten. So soll der Kampf, bei dem es nicht um einen Titel geht, am 14. Juli in London ausgetragen werden. "Ich sehe diesen Kampf kommen. Es wäre die beste Plattform für beide, ihre Differenzen auszutragen", sagte Warren, der auf einer Pressekonferenz am Dienstag im Fußballstadion von West Ham United die Details verkünden soll.

Einziges Problem: Chisora besitzt derzeit keine Box-Lizenz. Der britische Verband BBBC hatte sie dem 28-Jährigen entzogen, nachdem er mit Haye aneinandergeraten war. Im Anschluss an seinen WBC-Titelkampf gegen Witali Klitschko im Februar in München hatte Chisora bei der Pressekonferenz Haye angegriffen und bedroht: "Ich werde dich töten."

Gegen Chisoras Sperre läuft ein Einspruch, der am 14. Mai verhandelt werden soll. Chisora selbst ist sich sicher, bald wieder boxen zu dürfen: "Ich bin nicht gesperrt, ich bin nur nicht fit genug für die Lizenz." Auf die Gerüchte um den Haye-Kampf antwortete er vielsagend: "Ich will gegen jeden kämpfen."

csp/sid

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Sperre für Chisora: Erst Prügel, nun Therapie

Box-Glossar
Beim Boxen ist die Stellung der Kämpfer ausschlaggebend, dazu kommen in der Regel drei verschiedene Schlag-Varianten zum Einsatz. Diese werden untereinander beliebig zu sogenannten Schlag-Kombinationen zusammengefügt. Ebenfalls ein probates Mittel ist das Klammern, um sich aus ungünstigen Situationen zu befreien.

  • Auslage: Unter der Auslage eines Boxers versteht man die Stellung und Richtung zum Gegner. Die Kämpfer stehen dabei einander nicht frontal, sondern versetzt gegenüber, wobei diejenige Hand, die dem Gegner näher ist, als Führhand, die hinten liegende Hand als Schlaghand bezeichnet wird. Da die meisten Menschen Rechtshänder sind, gilt die Linksauslage als normal und wird meistens Normalauslage genannt. Bei ihnen stehen linkes Bein und linke Hand näher zum Gegner - in der Rechtsauslage entsprechend andersherum.

    Jab: Eine abrupt geschlagene Gerade mit der Führhand. Der Schlag hat zumeist den Kopf zum Ziel. Der Jab zählt dabei nicht zu den stärksten Schlägen, nur selten geht ein Boxer nach einem einzelnen Jab zu Boden.

    Cross: Eine Gerade, die mit der Schlaghand geschlagen wird. Die Schlaghand wird vom Kinn auf einer geraden Linie ins Ziel geführt. Die Führhand wird dabei zurückgenommen, um das Kinn zu schützen. Der Cross ist ein sogenannter Powerpunch.

Haken: Ein Schlag, bei dem zwischen Kopf- und Körperhaken unterschieden wird. Zum Einsatz kommt der Haken beim Boxen in der Halbdistanz. Der Schlag eignet sich vor allem als K.o.-Schlag, da er zumeist von der Seite kommt und so durch die Deckung des Gegners geht.

Klammern: Eine taktische Maßnahme, um sich eine Pause zu verschaffen oder sich aus einer ungünstigen Position zum Gegner zu befreien. Der Ringrichter muss die Kontrahenten aus der Klammerung trennen, so dass eine neue Kampf-Situation entsteht. Klammern stellt einen Regelverstoß dar, der aber aufgrund der Häufigkeit oft geduldet wird. Ab einem gewissen Grad wird das Vergehen jedoch mit Verwarnungen und damit mit Punktabzügen bestraft.
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