Wetten auf eigene Spiele Ex-Snooker-Weltmeister Bingham gesperrt

Mehr als 35.000 Pfund soll Stuart Bingham in den vergangenen Jahren auf Snooker-Spiele gesetzt haben, auch auf eigene Matches. Der Weltverband schließt den Weltmeister von 2015 deshalb für mehrere Monate aus.

Stuart Bingham
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Der ehemalige Snooker-Weltmeister Stuart Bingham ist wegen unerlaubter Wetten für sechs Monate gesperrt worden. Wie der Profiverband für Billard und Snooker (WPBSA) mitteilte, darf der Engländer ab diesem Samstag bis zum 26. Januar 2018 nicht antreten, die übrigen drei Monate der Strafe wurden zur Bewährung ausgesetzt. Bingham habe nicht versucht, den Ausgang von Spielen zu manipulieren, unterstrich der Weltverband.

Der 41-Jährige habe aber in den vergangenen sieben Jahren 35.771 Pfund (rund 40.000 Euro) gewettet und dabei auch auf eigene Partien gesetzt. Bingham wettete demnach teilweise auch im Namen seines Managers und habe in einer ersten Anhörung am 11. Juli nicht alle Vergehen zugegeben. In der zweiten Anhörung am 11. Oktober verurteilte der Verband Bingham außerdem dazu, die Kosten des Verfahrens in Höhe von umgerechnet fast 22.500 Euro zu tragen.

"Die Spieler müssen verstehen, dass sie nicht auf Snooker wetten dürfen. Auch dann nicht, wenn sie an dem Match oder Turnier nicht beteiligt sind", sagte Verbandschef Jason Ferguson. "Jeder Spieler, der gegen die Wettregeln verstößt, wird die schwerwiegendsten Konsequenzen tragen müssen."

Verbandschef Ferguson äußerte sich zwar enttäuscht über Binghams Verfehlungen, gab sich aber auch überzeugt, dass der Profi in seinen Matches immer alles gegeben habe. Bingham kann bis zum 6. November Einspruch gegen das Urteil einlegen. Der langjährige Profi hatte sich 2015 überraschend den Weltmeistertitel gesichert, derzeit ist er die Nummer zehn der Weltrangliste.

chh/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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larry_lustig 24.10.2017
1. Auf den eigenen Sieg
sollte man schon Wetten dürfen.... Auf alles andere sollte verboten sein und auf die eigene Niederlage sollte eine mehrjährige Sperre bedeuten.
großwolke 24.10.2017
2. Solange er nur auf eigene Siege wettet...
So eine Regel im wettverrückten England... dabei ist doch alles okay, solange die Leute nicht gegen sich selbst wetten.
wdiwdi 24.10.2017
3. Auf den eignen Sieg wetten...
und dem merkwürdigerweise nicht ganz so motiviertem Gegner die Hälfte des Gewinns abgeben wäre dann auch noch OK?
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