Nach Motorsport-Unfall in Macao Flörsch will auf den Unglückskurs zurückkehren

"Eine Million Schutzengel" hatte Sophia Flörsch bei ihrem schweren Motorsport-Unfall in Macao. Die 18-Jährige will trotz des Unglücks 2019 schon wieder starten - und auch auf dem Kurs in Macao fahren.

Sophia Flörsch
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Sophia Flörsch


Nachwuchsrennfahrerin Sophia Flörsch will auch nach dem Horror-Unfall in Macao ihre Karriere unbedingt fortsetzen und sogar wieder auf dem Unglückskurs in der Nähe von Hongkong starten. "Die Ärzte haben gesagt, ich hatte eine Million Schutzengel, aber trotzdem sind sie guter Dinge, dass ich hoffentlich Ende Februar, Anfang März wieder so fit bin, dass ich wieder Autofahren kann", sagte Flörsch der Deutschen Presse-Agentur.

Auf die Frage, ob ihre Lust auf Motorsport trotz des heftigen Crashs ungebrochen sei, antwortete die 18-Jährige: "Ja, sie ist ungebrochen, und ich will auch wieder nach Macao zurück, wenn die Chance besteht und es nächstes Jahr stattfindet."

Die Teenagerin war Mitte November beim Weltfinale der Formel 3 auf dem gefährlich engen Stadtkurs in Macao schwer verunglückt und hatte sich bei dem Unfall einen Halswirbel gebrochen. Sie musste anschließend elf Stunden operiert werden und befindet sich derzeit in der Rehabilitationsphase.

Flörsch soll beim Rennstall Van Amersfoort Racing bleiben und 2019 im Formula European Masters starten, der Nachfolgeserie der Formel 3. Die Nachwuchsklasse gehört an allen Rennwochenenden der DTM 2019 zum Rahmenprogramm. Der Saisonstart ist Anfang Mai in Hockenheim.

Das Video von ihrem Unglück schaut sich Flörsch nach eigener Aussage "schon noch jeden dritten Tag an, weil ich selbst nicht wirklich glauben kann, dass ich das da bin", sagte die Nachwuchsfahrerin. "Zu wissen, dass ich drei Wochen danach fast alles wieder machen kann und nur noch leichte Schmerzen habe, ist verrückt."

Video: Humorvoll nach dem Horrorcrash

aha/dpa



insgesamt 19 Beiträge
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Seite 1
ronald1952 17.12.2018
1. Man sollte
Kindern und Jugendlichen nicht erlauben einen Rennwagen zu steuern.Leider ist es nun einmal so das man in der Jugend die Risiken meist falsch Einschätzt. Jeder der an seine Jugendjahre zurückdenkt weis doch sehr genau wie oft man gerade so an einer Katastrophe vorbei geschlittert ist.Dieses Mädchen scheint nicht zu erkennen das Sie eine zweite Chance bekommen hat, noch einmal wird das kaum passieren. schönen Tag noch,
cschweizer 17.12.2018
2. Geschlechterneutral?
Interessant an diesem Artikel ist eigentlich nur, dass das überhaupt eine Meldung wert ist. Kann mich nicht dran erinnern, dass bei einem männlichen Rennfahrer es als Überraschung galt, wenn er auf derselben Strecke auf der verunglückt war, noch mal gefahren ist.
m.polyglottus 17.12.2018
3. Salbungsvolle Worte,...
Zitat von ronald1952Kindern und Jugendlichen nicht erlauben einen Rennwagen zu steuern.Leider ist es nun einmal so das man in der Jugend die Risiken meist falsch Einschätzt. Jeder der an seine Jugendjahre zurückdenkt weis doch sehr genau wie oft man gerade so an einer Katastrophe vorbei geschlittert ist.Dieses Mädchen scheint nicht zu erkennen das Sie eine zweite Chance bekommen hat, noch einmal wird das kaum passieren. schönen Tag noch,
...lieber ronald1952. Warum sollte man es Kindern und Jugendlichen verbieten? Sophia Flörsch färt seit ihrem vierten Lebensjahr Rennen und hat, was ihre Qualifikation am Lenkrad angeht, sicher mehr zu bieten als die überwätigende Mehrheit der Verkehrsteilnehmer. Die junge Dame ist äussert klar im Kopf, wie man im Interview in der Welt nachlesen kann. Hätte man denn dem jugendlichen Boris Becker, im Alter von 17, auch die Teilnahme in Winbledon verbieten sollen, weil er, im Fall eines Sieges, für den folgenden Hype mental zu unreif war? Ich verstehe nicht, warum sich mancher immer glaubt in das Leben anderer einmischen zu müssen. Flörsch ist, wie viele Spitzensportler, in einem Bereich von Eigenmotivation und Willenskraft unterwegs, den der Durchschnitt nicht einmal vom Hörensagen kennt. Wer will sich da als qualifiziert genug bezeichnen, mitreden zu können?
colinchapman 17.12.2018
4. hoffentlich nicht
Was in meinen Augen nicht wirklich für die Dame spricht, ist, dass sie schon zum Saisonbeginn im Frühjahr wieder einsteigen will. Einer ihrer Wirbelbrüche (laut ihrer Wikipedia-Seite waren es mehrere) mußte mit einem eigentransplantierten Stück Hüftknochen rekonstruiert werden, jeder Orthopäde wird ihr klar machen, dass es in etwa ein dreiviertel Jahr dauert, bis ein Knochen komplett durchgebildet ist und wieder seine Ursprungsfestigkeit hat. Im Zeitraum von Februar bis Juli wird ein ansonsten harmloser Rutscher in einen Reifenstapel für sie im Rollstuhl enden können.
dummywaste 17.12.2018
5.
Zitat von ronald1952Kindern und Jugendlichen nicht erlauben einen Rennwagen zu steuern.Leider ist es nun einmal so das man in der Jugend die Risiken meist falsch Einschätzt. Jeder der an seine Jugendjahre zurückdenkt weis doch sehr genau wie oft man gerade so an einer Katastrophe vorbei geschlittert ist.Dieses Mädchen scheint nicht zu erkennen das Sie eine zweite Chance bekommen hat, noch einmal wird das kaum passieren. schönen Tag noch,
Man ja über den generellen Sinn des Motorsports diskutieren, aber wenn man mit 18 Jahren in der Formel 3 gelandet ist, ist man kein normaler Jugendlicher, sondern vermutlich von Klein auf übers Kartfahren an den Motorsport herangeführt worden und kann dann durchaus Gefahren ab- und Situationen einschätzen. Das ist nicht vergleichbar mit einem normalen Fahranfänger, der sich fühlt wie ein Rennfahrer auf der Straße.
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