Final-Gala gegen Dänemark Spanien ist Handball-Weltmeister

Es war das einseitigste Endspiel der WM-Geschichte: Spaniens Handballer haben den Heim-Triumph perfekt gemacht und Dänemark deutlich besiegt. Schon kurz nach der Pause war die Partie entschieden.

Spanier Canellas, Maqueda (r.): Finalsieg bei der Handball-WM
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Spanier Canellas, Maqueda (r.): Finalsieg bei der Handball-WM


Hamburg - Es war eine Demonstration der Stärke: Spaniens Handballer haben ihre Heim-Weltmeisterschaft mit dem höchsten Sieg in einem Finale der bisherigen Geschichte gekrönt. Die Mannschaft von Trainer Valero Rivera bezwang vor 16.500 Zuschauern in Barcelona Europameister Dänemark nach einer Gala-Vorstellung 35:19 (18:10). Für Spanien war es der zweite Titel nach 2005.

Dabei war Joan Canellas mit sieben Toren bester Werfer der Iberer, die im Viertelfinale die deutsche Mannschaft aus dem Turnier geworfen hatten. Bereits am Samstag hatte sich Kroatien durch einen 31:26 (14:13)-Erfolg gegen Außenseiter Slowenien im kleinen Finale die Bronzemedaille gesichert.

Im ausverkauften Palau Sant Jordi erwischten die Spanier mit Kreisläufer Gedeon Guardiola von den Rhein-Neckar Löwen gegen die mit fünf Bundesliga-Legionären angetretenen Dänen einen Blitzstart und führten nach fünf Minuten 3:0. Dänemarks Trainer Ulrik Wilbek nahm eine Auszeit, doch seine Mannschaft agierte auch in der Folge nervös und leistete sich zahlreiche technische Fehler.

Zwar brachte der Flensburger WM-Torschützenkönig Anders Eggert die Dänen um Topstar Mikkel Hansen in der 17. Minute beim 7:8 auf einen Treffer heran, doch danach spielten sich die Gastgeber in einen Rausch. Der im Turnierverlauf zuvor enttäuschende spanische Rückraum traf wie er wollte, zudem kamen die Iberer immer wieder zu leichten Toren über Tempogegenstöße. Die Folge war eine beruhigende 16:9-Führung in der 27. Minute.

Auch nach dem Wechsel hatten die überlegenen Spanier das Geschehen klar im Griff und setzten sich schnell auf zehn Tore ab (21:11/34. Minute). Die spanischen Fans begannen frühzeitig mit den Siegesfeierlichkeiten auf den Tribünen, während sich die enttäuschende Vorstellung der Dänen fortsetzte. Spätestens beim 24:11 (38.) war die Entscheidung gefallen. Die dänischen Angriffsbemühungen wirkten hilf- und kraftlos.

So blieb es ein schwacher Trost für die Dänen, dass der ehemalige Welthandballer Mikkel Hansen zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt wurde.

Spanien - Dänemark 35:19 (18:10)
Spanien:
Sierra, Sterbik - Entrerríos 3, Rocas, Maqueda 5, Tomás 1, Sarmiento 1, Aguinagalde 5, Cañellas 7/1, Montoro 2, Morros 1, Ruesga, García 2, Rivera 6, Guardiola 2
Dänemark: Landin, Green - Mortensen, Eggert 3/2, Markussen 2, Lauge 1, Spellerberg, Nøddesbo 1, Svan Hansen, Lindberg 1, Rene Toft Hansen, Møllgaard 4, Søndergaard 4, Henrik Toft Hansen 1, Mikkel Hansen 2, Nielsen
Schiedsrichter: Krstic/Ljubic (Slowenien)
Zuschauer: 16.500 (ausverkauft)
Strafminuten: 6 - 4

leh/sid/dpa



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insgesamt 18 Beiträge
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Seite 1
fussball11 27.01.2013
1.
...und alles ohne Fuentes.
Attila2009 27.01.2013
2.
Glückwunsch, aber da war auch noch der Heimvorteil. Mit so einem Publikum im Rücken oder wie Dänemark gegen sich spielt es sich anders. Die Dänen waren kaum wiederzuerkennen.
lessisanoption 27.01.2013
3.
Bei diesem "Klassenunterschied" wäre es vielleicht mal interessant auf ungewöhnliche Wetteinsätze und Kontenbewegungen zu achten.
Stäffelesrutscher 27.01.2013
4.
Könnte man wenigstens jetzt, da sie Weltmeister sind, die Namen der Spanier richtig schreiben? Joan Canellas heißt Joan Cañellas, Gedeon Guardiola heißt Gedeón Guardiola, Arpad Sterbik heißt Arpad Šterbik. Bei den Dänen klappt's doch mit den Sonderzeichen, warum nicht hier?
nandolino 27.01.2013
5. @fussball11
Haben Sie die deutschen Fußball Niederlagen gegen Spanien immer noch nicht verkraftet?
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