Speerwurf: Weltmeister de Zordo erleidet Achillessehnenriss

Schock für Matthias de Zordo: Der deutsche Speerwurf-Weltmeister hat sich die Achillessehne gerissen und wird monatelang ausfallen. Damit wird er seinen Titel bei der WM im August nicht verteidigen können.

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Speerwerfer de Zordo: "Schwerer Schlag"

Hamburg - Der deutsche Speerwerfer Matthias de Zordo hat sich bei den Werfertagen in Halle an der Saale eine schwere Verletzung zugezogen: Der amtierende Weltmeister erlitt einen Achillessehnenriss und wird damit monatelang ausfallen.

Der 25-Jährige vom SC Magdeburg zog sich die Verletzung am rechten Bein beim Anlauf zu seinem fünften Versuch zu. Damit wird de Zordo bei der Leichtathletik-WM in Moskau im August seinen Titel nicht verteidigen können.

De Zordo wurde umgehend in die Magdeburger Uniklinik gefahren, wo er bereits am Sonntag operiert werden soll. Sein Trainer Ralf Wollbrück rechnet mit einer Zwangspause von mindestens einem halben Jahr.

"Das ist eine ganz blöde Sache, richtig bedauerlich", sagte Wollbrück. "Es gab vorher keine Probleme bei diesem Wettkampf. Was genau der Auslöser war, ist schwer zu sagen." De Zordo selbst wollte zunächst nichts zu seinem Unglück sagen. Er brach unmittelbar nachdem ihn der Arzt untersucht hatte in Tränen aus.

"Ein schwerer Schlag für das deutsche Speerwerfen"

Besonders bitter: De Zordo hatte gerade erst seine Ellbogenprobleme am linken Wurfarm auskuriert. Die hatten ihn das gesamte vergangene Jahr über stark behindert und auch dafür gesorgt, dass er bei den Olympischen Spielen in London bereits in der Qualifikation scheiterte.

De Zordo hatte bei den Weltmeisterschaften 2011 im südkoreanischen Daegu mit einer Weite von 86,27 Metern die Goldmedaille gewonnen. Nur ein Jahr zuvor hatte er sich bereits EM-Silber gesichert, damals warf er den Speer mit 87,81 Metern sogar noch weiter.

Speerwurf-Bundestrainer Boris Henry reagierte tief getroffen auf die Verletzung seines Vorzeigewerfers: "Das ist ein schwerer Schlag für das deutsche Speerwerfen, aber vor allem ein schwerer Schlag für Matthias selbst", sagte Henry: "Mir tut es so leid für ihn. Schon im vergangenen Jahr hatte er so viel Pech - und jetzt schon wieder."

bka/dpa

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