Hamburg - Die Stiftung Deutsche Sporthilfe wird in ihrer Förderung künftig keine Extra-Prämien mehr für WM- und EM-Medaillen zahlen. Das überarbeitete Konzept sieht die starke Reduzierung der bisherigen Förderbausteine vor. Unterschiedlichste Bedingungen in den verschiedenen Sportarten hätten zu einem Missverhältnis geführt. Manche Athleten hätten jährliche Titelkämpfe, andere nicht. "Wir wollen die bisherigen Ungleichgewichte beseitigen", sagte der Vorstandsvorsitzende Michael Ilgner.
Das Fördersystem ist weiter nach dem Leitsatz "Die Besten am besten fördern" aufgebaut, Olympiaprämien bleiben Bestandteil der Ausschüttungen. "Wir haben die Förderung radikal vereinfacht. Die Leistungen sind für die Athleten transparenter", sagte Ilgner. Für die Sportler würde es nun eine bessere Planbarkeit der dualen Karriere geben.
Die Grundförderung ist gestaffelt von 100 Euro für C-Kader bis zu 800 Euro im Monat für einen Weltmeister oder Olympiasieger. Herausragende Sportler können zusätzliche Finanzmittel und spezielle Förderprogramme in Anspruch nehmen. Der finanzielle Aufwand der Förderung wird sich laut Zahlen der Sporthilfe kaum verändern. In den vergangenen vier Jahren lag die Summe jährlich zwischen zehn und 12,5 Millionen Euro. Im laufenden Jahr beträgt sie 11,6 Millionen Euro.
leh/dpa
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