Leichtathletik Deutscher Sprinter positiv getestet

Dopingfall in der deutschen Leichtathletik: Der deutsche Top-Sprinter Rouven Christ vom LAZ Saarbrücken ist positiv getestet worden. Der 27-Jährige, der auch als Trainer arbeitet, wurde von seinen Aufgaben entbunden.

Rouven Christ
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Rouven Christ


Beim deutschen Sprinter Rouven Christ ist bei einer Dopingkontrolle eine verbotene Substanz nachgewiesen worden. Gegen den Fünften der deutschen Hallen-Meisterschaften über 200 Meter wurde ein Verfahren eingeleitet, wie sein Verein LAZ Saarbrücken und der Saarländische Leichtathletik Bund nach einem Hinweis der Nationalen Anti-Doping-Agentur mitteilten. Um welches Mittel es sich handelt, wurde nicht veröffentlicht.

"Der Saarländische Leichtathletik Bund, das LAZ Saarbrücken, sein Heimtrainer und seine Trainingsgruppe sind zutiefst bestürzt über diese Tatsache und distanzieren sich entschieden von dieser Handlungsweise, sofern sie nach Abschluss des Verfahrens bestätigt wird", hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung: "Verband und Verein versichern, dass Rouven Christ völlig eigenständig gehandelt hat und es keinerlei Hinweise gab, die einen solchen Verstoß vermuten ließen."

Der 27 Jahre alte Christ war auch im Verband und in seinem Klub als Nachwuchstrainer tätig, wurde nun jedoch von seinen Tätigkeiten entbunden. Bei den Titelkämpfen Ende Februar in Leipzig hatte er im Staffelrennen mit Saarbrücken über 200 Meter den zweiten Platz belegt.

Nach Informationen des Saarländischen Rundfunks hat die Staatsanwaltschaft bereits ihre Ermittlungen aufgenommen. Demnach ist die Wohnung des Sprinters von der Kriminalpolizei durchsucht, Handy und Laptop konfisziert worden. Seit dem 1. Januar ist in Deutschland ein Anti-Doping-Gesetz in Kraft, das Doping zu einer Straftat macht.

luk/sid/dpa

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