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Zwei Milliarden Dollar für Skandalklub: Ex-Microsoft-Chef Ballmer gewinnt Wettbieten um LA Clippers

Ehemaliger Microsoft-CEO Steve Ballmer (im Oktober 2011) Zur Großansicht
REUTERS

Ehemaliger Microsoft-CEO Steve Ballmer (im Oktober 2011)

In der US-Basketballliga NBA bahnt sich einer der größten Deals der Sportgeschichte an. Ex-Microsoft-Chef Steve Ballmer soll vor einem Kauf des Skandalklubs Los Angeles Clippers stehen - für zwei Milliarden Dollar.

Los Angeles - Der ehemalige Microsoft-Chef Steve Ballmer soll vor einem Kauf der Los Angeles Clippers stehen. Das berichten unter anderem die "New York Times" und die Nachrichtenagentur AP. Demnach einigten sich der 58-Jährige und die Mitbesitzerin des Klubs, Shelly Sterling, auf einen Kaufpreis von zwei Milliarden Dollar. Beide Medien beziehen sich auf eine namentlich nicht genannte Quelle aus dem Umfeld der Verhandlungen.

Laut "New York Times" haben Ballmer und Sterling bereits einen Vertrag über den Handel unterzeichnet. Er müsse nun der NBA zur Genehmigung vorgelegt werden. Sollte die US-Profiliga ihren Segen geben, wäre es einer der teuersten Deals der Sportgeschichte.

Bereits Anfang der Woche hatte es Berichte über Verhandlungen zwischen Sterling und dem exzentrischen Milliardär gegeben. Zum Verkauf stehen die Los Angeles Clippers nach dem Rassismus-Skandal um ihren Besitzer Donald Sterling: Dieser hatte sich in einem Gespräch mit seiner damaligen Freundin diskriminierend über Schwarze geäußert, unter anderem über Basketball-Legende Earvin Magic Johnson. Das Klatschportal "TMZ" veröffentlichte einen Mitschnitt des Telefonats, worauf die NBA Sterling auf Lebenszeit sperrte und ihm eine Geldstrafe von 2,5 Millionen Dollar auferlegte.

Nach Angaben von US-Medien übertrug der 80-Jährige die Kontrolle über den Klub an seine Frau Shelly, die nun mit möglichen Kaufinteressenten verhandelt. Zuvor hatte die NBA angekündigt, Sterling zu einem Verkauf der Clippers zwingen zu wollen.

Laut AP stach Steve Ballmer mit seinem Gebot mehrere Mitbewerber aus, darunter eine Gruppe um den ehemaligen NBA-Star Grant Hill. Ballmer sei persönlich in Shelly Sterlings Haus in Malibu erschienen und habe ihr seine Pläne erklärt.

Positiv nahm Magic Johnson die Absichten des Ex-Microsoft-Mannes auf. Über Twitter veröffentlichte der Ex-Profi gleich eine ganze Reihe euphorischer Kommentare.

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Ob der Deal wirklich zustandekommt, ist allerdings noch unklar. So muss Donald Sterling dem Verkauf offenbar persönlich zustimmen, obwohl er seine Frau zu den Verhandlungen autorisiert hatte. Ein Anwalt Sterlings kündigte an, sein Mandant habe seine Meinung geändert und wolle gar nicht mehr verkaufen.

Steve Ballmer hatte bereits im Januar 2013 versucht, einen NBA-Klub unter seine Kontrolle zu bringen. Gemeinsam mit einem Investor machte er damals ein Kaufangebot für die Sacramento Kings, das allerdings abgelehnt wurde.

rls/AP

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1.
countrushmore 30.05.2014
2 Milliarden sind gar nicht mal so wenig, wenn man bedenkt, dass der Wert vorher von Forbes nur auf 575 Mio. geschätzt wird und die 2 wertvollsten NBA-Franchises bisher auf 1,4 (Knicks) bzw 1,35 Mrd. (Lakers) geschätzt wurden. In welcher Hinsicht sind die Clippers denn ein "Skandalclub"?
2. Wieso Skandalclub?
ebbe1sand 30.05.2014
Wieso sind die LA Clippers ein Skandalclub?
3.
senf-mit-sauce 30.05.2014
Zitat von sysopREUTERSIn der US-Basketballliga NBA bahnt sich einer der größten Deals der Sportgeschichte an. Ex-Microsoft-Chef Steve Ballmer soll vor einem Kauf des Skandalclubs Los Angeles Clippers stehen - für zwei Milliarden Dollar. http://www.spiegel.de/sport/sonst/steve-ballmer-vor-kauf-von-los-angeles-clippers-a-972431.html
Man lasse sich dazu folgendes auf der Zunge zergehen: http://nba.si.com/2014/05/29/donald-sterling-mentally-incapacitated-clippers/ oder http://espn.go.com/los-angeles/nba/story/_/id/11003237/former-microsoft-executive-steve-ballmer-submits-winning-bid-buy-clippers-according-sources Da macht der Mann rassistische Aussagen, soll deshalb die Clippers verkaufen und wird dafür für unzurechnungsfähig erklärt - wenn auch von der eigenen Treuhandgesellschaft, die die Clippers verwaltet.
4. Optionale Überschrift
novaliis 30.05.2014
Warum sind die Clippers denn auf einmal ein Skandalclub? Nur weil sich ihr ehemaliger Besitzer rassistisch geäußert hat? Macht das den Club gleich skandalös, oder schreibt der Spiegel das bloß, weil man davon ausgeht das niemand weiß wer die Clippers sind und warum die Meldung relevant sein soll? Die Website vorkommt hier teilweise zu einer Aneinanderreihung richtig plumper Sensationsschlagzeilen. Ist da gerade mal wieder ein neuer Schwung Online-Redakteure reingekommen, die ihr Handwerkszeug beim Axel Springer Verlag gelernt haben?
5. ich dachte
Markenbox 30.05.2014
Die Sklaverei in den USA ist doch abgeschafft. Wie kann ich da Menschen (Spieler genannt) kaufen?
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