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Stimme des Pferdesports: ARD-Legende Isenbart ist tot

Jahrzehntelang stand er für die Fernseh-Berichterstattung über den Reitsport. Hans-Heinrich Isenbart kommentierte seit den fünfziger Jahren für die ARD von Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften. Über Weihnachten ist er im Alter von 88 Jahren gestorben.

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Reitsport-Journalist Isenbart: Im Alter von 88 Jahren gestorben

Hamburg - Der deutsche Reitsport trauert um eine seiner großen Persönlichkeiten. Hans-Heinrich Isenbart, die "Stimme des Pferdesports", verstarb am ersten Weihnachtstag im Alter von 88 Jahren in Hamburg. Isenbart hatte als Reitsportler selbst keine großen Erfolge vorzuweisen, gehörte aber als TV- und Rundfunkkommentator zu den bekanntesten Repräsentanten der Sportart.

Mit seiner sonoren und eindringlichen Stimme berichtete Isenbart seit 1956 bis zu seinem Ruhestand 1987 regelmäßig für die ARD von nahezu allen reiterlichen Großereignissen. Dank seiner engagierten Berichterstattung verdiente er sich den Beinamen "Stimme des Pferdesports".

Isenbart wurde am 5. Februar 1923 als Sohn eines Offiziers und einer Kaufmannstochter geboren. Die Nationalsozialisten verweigerten ihm wegen seiner jüdischen Großmutter die Offizierslaufbahn, die Grundlage für eine Reiterkarriere war. Er studierte Jura und legte die Reitlehrerprüfung ab.

Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er zunächst als Politik- und Wirtschaftsjournalist beim damaligen Nordwestdeutschen Rundfunk, ehe er die Sportkoordination der ARD in München übernahm. Berühmt wurde seine Fernsehreportage über den Gold-Ritt Hans-Günter Winklers auf seinem Pferd Halla bei den Olympischen Sommerspielen 1956.

Isenbart ließ auch nach Eintritt in den Ruhestand von seiner Leidenschaft Pferdesport nicht ab und war danach noch regelmäßig als Turniersprecher und Referent auf Seminaren und Kongressen tätig. Für seine Verdienste um den Pferdesport wurde der Jurist, Journalist, Reitlehrer, Kommentator, Buchautor und Filmemacher mehrfach ausgezeichnet. 1983 erhielt er von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung das Deutsche Reiterkreuz in Gold. 1997 kam das Verdienstkreuz erster Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens dazu. 2001 machte ihn das Deutsche Olympiade Komitee für Reiterei (DOKR) zu seinem Ehrenmitglied.

aha/sid/dpa

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