Triumph gegen Carolina Panthers Denver Broncos gewinnen 50. Super Bowl

Der "Sheriff" hat es noch mal geschafft: Peyton Manning und die Denver Broncos haben den 50. Super Bowl gegen die Carolina Panthers gewonnen. Die große Show der beiden Star-Quarterbacks blieb aber aus.

REUTERS

Peyton Manning hat das Duell der beiden Star-Quarterbacks gegen Cameron "Cam" Newton gewonnen und mit den Denver Broncos einen 24:10-Sieg im Super Bowl gegen die Carolina Panthers gefeiert. Im Levi's Stadium in Santa Clara bei San Francisco ließ die starke Abwehr der Broncos die Panthers verzweifeln, die während der Saison die beste Offensive der Liga hatten. Beide Teams leisteten sich sehr viele Fehler und Strafen.

Die ersten Punkte der Partie gelangen den Denver Broncos per Field Goal, Kicker Brandon McManus brachte das Team 3:0 in Führung. Es war bezeichnend für den weiteren Verlauf des Spiels, in dem weder Manning noch Newton ein Touchdownpass gelang.

Newton, gerade erst als wertvollster Spieler der Saison ausgezeichnet, warf seinen ersten Pass hoch über den Mitspieler hinweg ins Aus, dann kam es noch schlimmer: Beim Suchen nach einer Anspielstation wurde der 26-Jährige von den Broncos zu Fall gebracht, Newton ließ den Ball fallen. Denvers Defensive Lineman Malik Jackson schnappte sich das Ei an der Endzone und erzielte den ersten Touchdown. McManus traf zum Zusatzpunkt zwischen die Stangen - 10:0 für die Denver Broncos.

Das zweite Viertel ging deutlich besser los für Carolina. Die Panthers waren im Angriff, kurz vor der gegnerischen Endzone übergab Newton den Ball an Jonathan Stewart und der 1,78 Meter große Runningback punktete spektakulär: Mit einem gewaltigen Sprung über die gegnerische Abwehr schaffte es Stewart in die Zone und erzielte den Touchdown. Dank des Zusatzpunkts verkürzte der Favorit auf 7:10.

Fehler, Pfosten, Tränen

Carolina bewies in der Folge, dass es auch gut verteidigen kann. Denvers Manning, Spitzname "Sheriff", konnte kaum Pässe zu Raumgewinn anbringen, der Routinier leistete sich einige leichte Fehler. Wie viele andere Spieler hatte auch er zudem mehrmals Probleme mit dem rutschigen Rasen. Die nächsten Punkte gelangen dann auch nur per Field Goal aus 33 Yards durch McManus zum 13:7. Mit dem Stand ging es in die Halbzeit.

Coldplay, Bruno Mars und Beyoncé übernahmen die Unterhaltung in der Pause. Danach brachte Newton einen langen Pass zu seinem Mitspieler, der aber nicht zum Touchdown reichte. Noch bitterer aber war der Field-Goal-Versuch von Graham Gano, der aus 44 Yards vom Pfosten abprallte. Es blieb beim 7:13. Auf der Gegenseite machte es anschließend McManus besser, er traf auch zum 16:7 sicher.

Auch im Schlussviertel entwickelte sich selten ein wirklich hochklassiges Spiel, die nächsten Punkte - diesmal für Carolina - kamen natürlich per Field Goal; Gano traf zum 10:16.

Erst kurz vor Schluss gelang Denver dann doch noch ein Offensivtouchdown. C.J. Anderson startete gut drei Minuten vor dem Ende einen Zwei-Yards-Lauf in Richtung der Panthers-Endzone. Trotz mehrerer Hits behielt der Runningback den Ball unter Kontrolle und rettete sich knapp über die Linie. Auch die Two-Point-Conversion zum 24:10 gelang - die Vorentscheidung.

Cam Newton hätte direkt anschließend einen Touchdownpass anbringen müssen, um doch noch die Wende zu schaffen, aber stattdessen wurde er zum insgesamt sechsten Mal an diesem Abend gesackt. Zusammengesunken und mit Tränen in den Augen saß Newton danach auf der Bank.

Manning ging eine Minute vor Ende der Partie vom Platz und nahm vom Gegner Gratulationen entgegen, es dürfte das letzte Spiel seiner Karriere gewesen sein. Für den 39-Jährigen war es der zweite Triumph im Endspiel der nordamerikanischen Football-Liga NFL nach 2007, als er mit den Indianapolis Colts gewann.

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luk



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Seite 1
CobCom 08.02.2016
1. Effektiv, knallhart und voll auf Zack!
Hut ab, eine derartige Defensivleistung auf den Punkt abrufen zu können wie die Broncos, das lässt auf einen Toptrainer schliessen. Auch die Panthers haben nicht schlecht verteidigt, aber die Big Points der Defense der Broncos fehlten. Da rächt sich das höhere individuelle Risiko, das ein QB wie Newton geht. Mannings wirklich guter Pass war der zur 2-point-conversion im 4. Viertel. Mehr als den Sack zumachen musste er dank seiner Verteidigung heute aber nicht.
jakopp.auckstayn 08.02.2016
2.
Leider ein eher langweiliger Super Bowl.Starke Leistung der Denver Defense,super Game Plan vom Defense Coach.Von Carolina kam da viel zu wenig.Bin mir aber sicher das wir an den Panthers in den nächsten 3-4 Jahren noch viel Spaß haben werden und Cam auch seinen Ring bekommen wird.Für Manning freut es mich das er vor seinem Karriereende nochmal erfolgreich war.Hoffentlich zeigt er jetzt auch Größe und tritt zurück,denn noch eine Chance den SB zu gewinnen wird er nicht mehr kriegen.Häng die Schuhe auf wie Marshawn Lynch es getan hat.Die Zeit ist reif.
Boesor 08.02.2016
3.
Die alte Frage, war die Offense schlecht, oder die Defense gut? Ich denke letzteres und das ist dann eben auch hochklassig, wenn auch vermeintlich nicht so spektakulär wie ein offensiver Schlagabtausch.
spon-49j-k5ri 08.02.2016
4.
Insgesamt ein stark defensiv geprägtes Spiel. Eher ein schwaches Finale. Starke Bronco defense, also kein Grund Risiken in Denvers offense einzugehen. Naja nächstes Jahr wird's wieder besser
ozoli 08.02.2016
5. Was fuer Weicheier
Die NFL ist was fuer Weicheier. Wer guten Mannschaftssport ohne Schnickschnack sehen will, sollte sich die australische National Football League ansehen. 80 Minuten volle Pulle ohne Spielverzoegerung, nur in kurzer Hose und Trikot ... dagegen ist American Football das reinste Schnarchfest!
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