Basketball-Startrainer Pesic droht mit Rückzug aus der Liga

Svetislav Pesic fühlt sich von den Offiziellen der Basketball-Bundesliga verfolgt und droht, die Liga zu verlassen. Dies stehe zu "99 Prozent fest", so der Bayern-Trainer - nachdem er am Wochenende der Halle verwiesen wurde.

Bayern-Trainer Svetislav Pesic
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Bayern-Trainer Svetislav Pesic


Svetislav Pesic, Trainer der Basketball-Mannschaft von Bayern München hat seinen Rücktritt aus der Basketball-Bundesliga (BBL) angedroht. Am Sonntag sagte er im Interview mit Telekom Basketball die Entscheidung stehe schon länger im Raum. Er fühle sich in der BBL über die Maßen kontrolliert. "Es reicht. Ich brauche meine Ruhe, ich will Basketball genießen", so der 66-Jährige.

Seine Mannschaft hatte zuvor 78:76 gegen die Skyliners Frankfurt gewonnen, allerdings war Pesic von den Offiziellen wegen eines technischen Fouls der Halle verwiesen worden. Sein Vergehen: Er hatte sechs Minuten vor Ende die Coaching-Zone überschritten und mit einem Fuß auf dem Spielfeld gestanden. Es ist nicht sein erstes Vergehen.

Auf der anschließenden Pressekonferenz führte Pesic seinen Rücktrittsgedanken weiter und brachte gleich eine Alternative ins Spiel: Er könne sich vorstellen den FC Bayern im kommenden Jahr nur noch in der Europa League zu coachen. Den Trainerposten in der Basketball-Bundesliga könne ein anderer machen.

Für die BBL hat der Vorfall keine weiteren Konsequenzen: "Wir werden aktuell nicht tätig werden", sagte ihr Sprecher Dirk Kaiser. Pesics Verweis sei jedoch gemäß der Vorgaben, die allen Coaches bekannt sind. "Dass Übertretungen geahndet werden, ist ebenfalls bekannt", so Kaiser weiter.

elo/sid



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insgesamt 2 Beiträge
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rhenanusius 14.03.2016
1. The same procedure...
Bayern München halt. Egal, wie die Protagonisten auch hießen und heißen. Seit Jahrzehnten immer das gleiche mit denen.
hanzwurst 14.03.2016
2. Realitätsverlust
Herr Pesic steht seit mindestens 20 Jahren nicht nur mit einem Fuß im Spielfeld (wie zuletzt gegen Hagen). Verwunderlich ist eher, dass er sich all die Jahre Sonderrechte herausnehmen konnte. Hätten sich die Schiedsrichter in der Vergangenheit öfter getraut, ab und an konsequenter durchzugreifen, wäre der Herr jetzt nicht so überrascht gewesen.
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