Doping-Affären: Rabobank steigt aus dem Radsport aus
Am Jahresende ist Schluss: Als erstes namhaftes Team zieht sich Rabobank wegen der jüngsten Doping-Skandale aus dem Radsport zurück. Der niederländische Hauptsponsor und Namensgeber zog damit die Konsequenzen aus dem Doping-Fall Lance Armstrong.
Hamburg - Als Folge der Doping-Enthüllungen rund um den Fall Lance Armstrong zieht sich Rabobank zum Jahresende aus dem Radsport zurück. Wie das Team am Freitag auf seiner Homepage mitteilte, wird das Engagement der niederländischen Bank als Hauptsponsor zum 31. Dezember enden. Die Entscheidung betrifft sowohl das Männerteam mit den deutschen Profis Grischa Niermann und Paul Martens als auch den Rennstall der Frauen.
"Uns tut das Herz weh, aber für die Bank war das eine unvermeidliche Entscheidung", sagte Rabobank-Vorstandsmitglied Bert Bruggink: "Wir sind nicht mehr überzeugt, dass der Profiradsport zu einem sauberen und fairen Sport werden kann."
Rabobank ist seit 1996 im Spitzenradsport aktiv und damit einer der ältesten Sponsoren auf diesem Gebiet. Zu den bekanntesten Fahrern gehörten Erik Dekker, Michael Boogerd, Óscar Freire und Michael Rasmussen.
Nach den Enthüllungen um Armstrongs offenkundig jahrelangen Doping-Betrug war am Donnerstag ein Rabobank-Fahrer ins Visier der Doping-Jäger geraten. Gegen den Spanier Carlos Barredo wurde ein Verfahren wegen Unregelmäßigkeit in seinem Blutpass eröffnet.
Australischer Funktionär gibt Doping zu
Derweil hat der Vizepräsident des australischen Verbandes Cycling Australia, Stephen Hodge, Doping während seiner aktiven Karriere gestanden und mit seinem Rücktritt die Konsequenzen gezogen. "Während einer Phase in meiner Karriere als Radprofi habe ich leistungsfördernde Mittel genommen,", teilte Hodge mit. "Es tut mir leid, dass ich das getan habe. Es war falsch. Ich entschuldige mich bei meiner Familie, beim Verband, meinen Freunden und meinen Fans."
Hodge hat eine erfolgreiche Laufbahn hinter sich. Für Australien nahm der ehemalige Landesmeister an zehn Weltmeisterschaften sowie an den Olympischen Sommerspielen 1996 in Atlanta teil. Sechsmal bestritt er die Tour de France. 1996 beendete er seine aktive Karriere.
Am Mittwoch war bereits der frühere Radprofi Matt White nach seinem Dopinggeständnis als Sportdirektor des australischen Verbandes entlassen worden. Der ehemalige Teamkollege von Armstrong hatte öffentlich zugegeben, in seiner Zeit beim Rennstall US Postal an den systematischen Dopingpraktiken des Teams beteiligt gewesen zu sein.
ham/sid/dpa
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| 2009 | Alberto Contador | Spanien |
| 2008 | Carlos Sastre | Spanien |
| 2007 | Alberto Contador | Spanien |
| 2006 | Óscar Pereiro | Spanien |
| 2005 | Lance Armstrong* | USA |
| 2004 | Lance Armstrong* | USA |
| 2003 | Lance Armstrong* | USA |
| 2002 | Lance Armstrong* | USA |
| 2001 | Lance Armstrong* | USA |
| 2000 | Lance Armstrong * | USA |
| *Aberkannt | ||
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