Tennisturnier in Luxemburg Sorge um weinende Petkovic

Das Erstrundenaus von Andrea Petkovic beim WTA-Turnier in Luxemburg kam überraschend. Auf der anschließenden Pressekonferenz weinte die 27-Jährige und sagte: "Ich bin momentan nicht in der Verfassung, Tennis zu spielen."

Tennisspielerin Petkovic: Tränen beim Aus in Luxemburg
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Tennisspielerin Petkovic: Tränen beim Aus in Luxemburg


Hamburg - Die sonst so fröhliche Andrea Petkovic gab ein ungewohntes Bild ab: Blass, mit tiefen Augenringen und völlig verheult saß die Tennisspielerin nach ihrem Erstrundenaus beim WTA-Turnier in Luxemburg im Presseraum. Ihre Antworten gab Petkovic mit tränenerstickter Stimme, die Erklärungsversuche warfen nur noch mehr Fragen auf. "Mir geht's momentan nicht so gut, gesundheitlich und privat", sagte die 27-Jährige: "Ich bin momentan nicht in irgendeiner Verfassung, Tennis zu spielen." Danach verließ sie mit gesenktem Kopf das Podium.

Bereits während des Matches am Dienstag gegen die Französin Pauline Parmentier (4:6, 2:6), die Nummer 78 im WTA-Ranking, hatte die topgesetzte Petkovic immer wieder gegen die Tränen ankämpfen müssen. Die Favoritin wirkte fahrig und war im zweiten Satz nur ein Schatten ihrer selbst. Schon eine Woche zuvor war Petkovic in Linz überraschend in der Auftaktrunde gescheitert. Anschließend war sie selbst für ihren Trainer Eric van Harpen unauffindbar und kam auch nicht zur Pressekonferenz.

Petkovic ist für das Fed-Cup-Finale fest eingeplant

Die physische und mentale Krise von Petkovic kommt zur Unzeit. In dreieinhalb Wochen steht in Prag das Fed-Cup-Finale gegen Gastgeber Tschechien an. Auch Teamchefin Barbara Rittner war besorgt, sie wollte am Mittwoch noch ausführlich mit der Weltranglisten-16. sprechen. Petkovic war neben der deutschen Nummer eins, Angelique Kerber, eigentlich fest für die Einzel in Prag eingeplant.

Schließlich war die Saison für die ehemalige Nummer neun der Welt bislang erfolgreich verlaufen. Im Juni erreichte die zuvor immer wieder vom Verletzungspech gebeutelte Petkovic in Paris das Halbfinale der French Open. Zudem gewann sie die Turniere in Bad Gastein und Charleston. Ein Fed-Cup-Triumph in Prag, das hat Petkovic jüngst immer wieder betont, wäre "das absolute Highlight, der Wahnsinn, auf einer Stufe mit einem Grand-Slam-Titel. Dafür würde ich alles geben."

Bei dem Turnier in Luxemburg sind von den deutschen Frauen noch Annika Beck und Mona Barthel vertreten. Die 20-Jährige Beck konnte durch einen überraschenden Sieg (7:5, 6:0) über die Italienerin Roberta Vinci das Viertelfinale erreichen, sie trifft nun auf Patricia Mayr-Achleitner aus Österreich. Barthel bezwang Monica Niculescu aus Rumänien (0:6, 7:5, 6:3) und trifft in der nächsten Runde auf die Niederländerin Kiki Bertens. Sabine Lisicki musste sich im Achtelfinale der Tschechin Denisa Allertova geschlagen geben (5:7, 2:6).

tim/sid



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50 Sebt 16.10.2014
1. zu viel Druck
für einen jungen Menschen. Das ist das harte Profi Geschäft.
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