Australian Open: Asarenka trifft im Finale auf Li Na

Asarenka: Sechsten Matchball zum Sieg genutzt Zur Großansicht
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Asarenka: Sechsten Matchball zum Sieg genutzt

Victoria Asarenka ist bei den Australian Open nur noch einen Schritt von der Titelverteidigung entfernt. Die Weltranglistenerste gewann gegen das US-Talent Sloane Stephens - und wurde anschließend wegen einer langen Behandlungspause kritisiert. Im Finale von Melbourne wartet nun Li Na aus China.

Hamburg - Titelverteidigerin Victoria Asarenka und Li Na aus China stehen im Finale der Australian Open. Die weißrussische Weltranglistenerste siegte in Melbourne gegen die Überraschungs-Halbfinalistin Sloane Stephens aus den USA 6:1, 6:4. Li Na hatte beim 6:2, 6:2 gegen die Weltranglistenzweite Maria Scharapowa aus Russland ebenfalls keine Mühe.

Das Endspiel wird am Samstag ausgetragen. Im vergangenen Jahr hatte Asarenka den Titel gegen Scharapowa gewonnen. Li Na hatte 2011 das Finale gegen Kim Clijsters verloren.

Stephens wirkte einen Tag nach ihrem Sieg im Duell gegen Serena Williams von Beginn an müde. Im ersten Satz konnte sie lediglich einmal ihren Aufschlag durchbringen, auch im zweiten Abschnitt kassierte sie sofort ein Break. Beim Stand von 3:5 wehrte sie jedoch fünf Matchbälle ab, zudem wirkte Asarenka auf einmal angeschlagen. Die Weißrussin verließ für fast zehn Minuten den Platz, um sich behandeln zu lassen. Kritiker unterstellten Asarenka nach dem Match eine "taktische Auszeit", um die 19-jährige Stephens zu verunsichern. Im Interview nach Ende der Partie hatte sie gesagt, sie habe "nicht mehr atmen" können, weil sie von ihren Gefühlen "überwältigt" worden und panisch geworden sei. Dies ist allerdings kein Grund für eine medizinische Auszeit.

In der Pressekonferenz sagte Asarenka dann, dass sie die Frage unmittelbar nach dem Spiel missverstanden hätte: "Ich hatte Probleme mit dem Rücken und einer Rippe. Das hat die Atmung blockiert. Ich hatte so etwas noch nie, deswegen wurde ich panisch." Eine Entschuldigung für Stephens gab es nicht. "Ich kann nichts dafür, wenn ich so lange in der Kabine behandelt werde", so Asarenka, die ihren sechsten Matchball zum Sieg nutzte.

Li Na erteilte Scharapowa im ersten Halbfinale eine Lehrstunde. Während die Chinesin nahezu fehlerfrei agierte, konnte die Russin nicht an ihre zuvor starken Leistungen anknüpfen. "Natürlich hatte ich gehofft, dass ich besser spiele", sagte Scharapowa nach der deutlichen Niederlage.

Im gesamten Turnierverlauf hatte die Nummer Zwei der Welt zuvor lediglich neun Spiele abgegeben. Doch gegen Li Na war Scharapowa von Beginn an chancenlos. "Ich weiß auch nicht, was heute los war. Es hat einfach alles gepasst", sagte die Chinesin.

luk/dpa/sid

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