Tennis: Aus für Kerber, Barthel und Kohlschreiber weiter

Die deutschen Tennisprofis spielen sich warm für die Australian Open: Beim Turnier in Hobart hat Mona Barthel gegen Swetana Pironkowa gewonnen und steht ebenso im Halbfinale wie Philipp Kohlschreiber im neuseeländischen Auckland. Angelique Kerber hingegen verpasste in Sydney das Finale.

Tennisspielerin Kerber: Niederlage in Sydney gegen Slowakin Cibulkova Zur Großansicht
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Tennisspielerin Kerber: Niederlage in Sydney gegen Slowakin Cibulkova

Hamburg - Am 14. Januar beginnen die Australian Open, derzeit bereiten sich viele Tennisprofis in Australien und Neuseeland auf das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres vor. Deutschlands derzeit beste Spielerin Angelique Kerber hat den Einzug ins Endspiel des Turniers in Sydney verpasst. Die 24-Jährige verlor gegen Dominika Cibulkova aus der Slowakei 2:6, 6:4, 3:6. Cibulkova trifft im Finale auf die topgesetzte Polin Agnieszka Radwanska, die die Chinesin Li Na 6:3, 6:4 bezwang

Mona Barthel hingegen ist im australischen Hobart noch dabei und hat dort das Halbfinale erreicht. Die Weltranglisten-32. bezwang Swetana Pironkowa aus Bulgarien in 1:03 Stunden 6:3, 6:3 und trifft nun auf Monica Niculescu (Rumänien) oder Kirsten Flipkens (Belgien). Im vergangenen Jahr hatte Barthel das Turnier gewonnen. Die 22-Jährige ist auf der Insel Tasmanien die einzige deutsche Teilnehmerin in diesem Jahr.

Auch Philipp Kohlschreiber hat das Halbfinale erreicht. Der an Nummer zwei gesetzte Deutsche bezwang im neuseeländischen Auckland den Belgier Xavier Malisse 7;6 (8:6), 6:4. In der nächsten Runde trifft Kohlschreiber nun auf den an Nummer vier gesetzten US-Amerikaner Sam Querrey. Für Thomas Haas war im Viertelfinale Endstation. Der 34-Jährige verlor 6:3, 5:7, 3:6 gegen den Franzosen Gael Monfils.

Der US-Amerikaner John Isner musste seine Teilnahme an den Australian Open wegen einer Knieverletzung absagen. "Ich bin sehr enttäuscht", so die Nummer 13 der Weltrangliste. "Aber die Ärzte haben mir gesagt, dass die Verletzung schlimmer werden kann, wenn ich weiterspiele", sagte der 27-Jährige. Isner hatte bereits beim Hopman Cup in der vergangenen Woche über Probleme geklagt und war deshalb zum letzten Gruppenspiel des US-Teams nicht mehr angetreten.

luk/sid/dpa

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Deutsche Tennisstars: Steffi, Boris und Bine

Die Sieger der Australian Open seit 2000
Jahr Männer Frauen
2014 Stanislas Wawrinka Li Na
2013 Novak Djokovic Victoria Asarenka
2012 Novak Djokovic Victoria Asarenka
2011 Novak Djokovic Kim Clijsters
2010 Roger Federer Serena Williams
2009 Rafael Nadal Serena Williams
2008 Novak Djokovic Marija Scharapowa
2007 Roger Federer Serena Williams
2006 Roger Federer Amélie Mauresmo
2005 Marat Safin Serena Williams
2004 Roger Federer Justine Henin
2003 Andre Agassi Serena Williams
2002 Thomas Johansson Jennifer Capriati
2001 Andre Agassi Jennifer Capriati
2000 Andre Agassi Lindsey Davenport
Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.

Tennis: Die Spielstile
Grundlinienspiel: Der Spieler verzichtet auf das Aufrücken ans Netz und schlägt, in der Regel mit Topspin, von der Grundlinie. Durch präzise und harte Schläge auf die vom Gegner entfernte Seite oder gegen die Laufrichtung des Konkurrenten soll ein Vorteil erzielt werden. Diese Ausdauer erfordernde Art wird vor allem von Spielern wie Rafael Nadal beherrscht und ist auf Sandplätzen am effektivsten.

Inside-Out-Spiel: Der Spieler vermeidet dabei, ebenfalls beim Spiel von der Grundlinie, entweder seine Vor- oder Rückhand und spielt nur mit einer Schlagseite. Beispielsweise wird dabei der Ball auf der Rückhandseite "umlaufen" und dann mit der Vorhand cross über den Platz gespielt. Dadurch bewegt sich der Spieler oft weit nach außen und ist anschließend anfällig für einen Schlag auf die andere Seite.

Serve-and-Volley: Der Spieler rückt nach seinem Aufschlag (Serve) direkt ans Netz vor und versucht den Ballwechsel mit einem Volleyschlag abzuschließen. Grundlage für diese Variante ist ein harter oder sehr präziser Aufschlag, damit der Gegner nur schlecht returnieren kann. Spieler wie Boris Becker, Stefan Edberg und Goran Ivanisevic agierten so vor allem auf schnellen Rasenplätzen.

Chip-and-Charge: Der Returnspieler spielt direkt einen Angriffsball und rückt ans Netz vor, wo er den Ballwechsel mit einem Volley beenden will. Auch diese Variante wird vorwiegend auf den schnellen Belägen eingesetzt und meist gegen den zweiten Aufschlag des Gegners verwendet.