Tennis in Indian Wells Haas im Achtelfinale, Blamagen für Nadal und Scharapowa

Souverän hat sich Thomas Haas in der dritten Runde des Tennisturniers in Indian Wells durchgesetzt. Im Gegensatz zu zwei Stars der Szene: Rafael Nadal und Maria Scharapowa schieden überraschend aus.

Tennis-Superstar Nadal: "Es ist kein Drama"
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Tennis-Superstar Nadal: "Es ist kein Drama"


Hamburg - Beim Tennisturnier in Indian Wells hat Thomas Haas das Achtelfinale erreicht. Der 35-Jährige setzte sich 7:6 (7:3), 6:2 gegen den Japaner Kei Nishikori durch. In der Runde der besten 16 trifft die Deutsche Nummer eins nun auf den früheren Weltranglistenersten Roger Federer aus der Schweiz.

Haas hatte sich vor dem siegreichen Match wegen seiner anhaltenden Schulterprobleme noch kritisch geäußert. Seine Schulter sei "eine tickende Zeitbombe", hatte Haas gesagt. Mit Medikamenten und dem Adrenalin während eines Matches ginge es, allerdings: "Vielleicht brauche ich mehr Spritzen."

Überraschende Niederlagen mussten dagegen zwei Top-Stars hinnehmen: Rafael Nadal und Maria Scharapowa scheiterten in der dritten Runde. Die spanische Nummer eins der Welt unterlag dem Ukrainer Alexander Dolgopolow 3:6, 6:3, 6:7 (5:7). Seit 2006 hatte Nadal bei dem Turnier in Kalifornien immer das Halbfinale erreicht, 2007, 2009 und im vergangenen Jahr auch gewonnen.

"Es ist kein Drama, es ist nur eine Niederlage", sagte Nadal: "Ich werde jetzt ein paar Tage Pause machen und mich mental auf das Turnier in Miami vorbereiten." Dolgopolow war nach seinem ersten Sieg im sechsten Spiel gegen Nadal hochzufrieden: "Ich fühle mich großartig, wie nach jedem Erfolg. Aber der war größer", sagte der Weltranglisten-31., der nach seinem Sieg gegen den Spanier David Ferrer in Rio de Janeiro innerhalb eines Monats den zweiten Top-Fünf-Spieler bezwang.

Das Aus für Scharapowa gegen eine Qualifikantin war die Sensation des Tages. Die Russin unterlag Camila Giorgi aus Italien in 2:36 Stunden 3:6, 6:4, 5:7. Scharapowa steht in der Weltrangliste 74 Positionen vor Giorgi auf Platz fünf und hatte bislang zweimal das mit 4,72 Millionen Dollar dotierte Turnier gewonnen.

max/sid/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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sveniss 11.03.2014
1.
Ich weiß nicht, ob man wirklich gleich von einer Blamage sprechen sollte, wenn Nadal gegen die Nummer 31 der Welt verliert. Dolgopolov spielt seit Wochen un bestechender Form, hat kürzlich ein 500er gewonnen und ist ohnedies ein seit 2 Jahre ein Name im Welttennis. Aber eine Überraschung war es durchaus :)
bssh 11.03.2014
2.
Ich stimme sveniss zu. Für Nadal ist es keine Blamage, aber eine Überraschung. Für Scharapowa ist es aber eine Blamage. Schon vor dem Match hatte ich mir gedacht, dass das Match Nadal - Dolgopolov interessant sein könnte, dass da alles möglich wäre. Hätte ich nur Geld gegen Nadal gesetzt :-)
Celegorm 11.03.2014
3.
Zitat von svenissIch weiß nicht, ob man wirklich gleich von einer Blamage sprechen sollte, wenn Nadal gegen die Nummer 31 der Welt verliert. Dolgopolov spielt seit Wochen un bestechender Form, hat kürzlich ein 500er gewonnen und ist ohnedies ein seit 2 Jahre ein Name im Welttennis. Aber eine Überraschung war es durchaus :)
Natürlich nicht. Aber medial und in der öffentlichen Wahrnehmung sitzen Spieler wie Nadal halt in der Falle ihres Übermenschen-Images. Unter den Umständen wird jede noch so vertretbare Niederlage unweigerlich zur Katastrophe aufgeblasen. Federer musste das ja auch schmerzlich erfahren als schon vor Jahren bei jeder Niederlage Begriffe wie "peinlich" fielen und das Karriereende herbei geschrieben wurde. Aber sowas kommt letztlich nur von Leuten, die im Prinzip keine Ahnung von dem Sport haben und einfach alles Skandalisieren wollen..
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