Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Tennis: Boris Becker wird Trainer von Novak Djokovic

Es ist eine Sensation: Völlig überraschend übernimmt Boris Becker den Trainerjob für Tennis-Star Novak Djokovic. Der Serbe verkündete den Deal auf seiner Website.

Tennislegende Becker: Eine Karriere voller Matchbälle Fotos
picture-alliance / dpa

Hamburg - Boris Becker wird neuer Trainer von Novak Djokovic. Der dreimalige Wimbledon-Sieger soll den 26-Jährigen ab der kommenden Tennis-Saison als Chefcoach betreuen und bereits auf die Mitte Januar 2014 in Melbourne beginnende Australian Open vorbereiten.

"Ich bin total begeistert, die Möglichkeit zu haben, mit Boris zu arbeiten. Er ist eine wahre Legende", sagte Djokovic auf seiner Website. "Ich bin stolz, dass Novak mich gefragt hat, sein Coach zu sein", wurde Becker zitiert: "Ich werde mein Bestes geben, damit er seine Ziele erreicht. Ich bin sicher, wir können zusammen große Dinge erreichen."

Der 46-jährige Becker hatte von 1997 bis 1999 als Teamchef des deutschen Davis-Cup-Teams fungiert, war ansonsten nach seinem Karriereende aber nicht als Coach in Erscheinung getreten. Seit er 1999 als Spieler zurückgetretenen war, hatte er vor allem als Kommentator, Pokerspieler und TV-Star von sich reden gemacht.

Becker soll nun mit dem bisherigen Trainer des Serben, Marián Vajda, zusammenarbeiten. Becker als sogenannter Head Coach, Vajda als Nummer zwei.

Steckbrief Boris Becker
  • dpa/dpaweb
    Name
    Boris Becker
    Geburtstag
    22. November 1967
    Geburtsort
    Leimen, Baden-Württemberg
    Turniersiege
    64 (davon 49 im Einzel)
    Preisgeld
    25.080.956 US-Dollar
    Höchste Weltranglisten-Platzierung
    1 (insgesamt 12 Wochen)
    Größte Erfolge als Spieler
    Australian Open: 1991, 1996
    Wimbledon: 1985, 1986, 1989
    US Open: 1989
    ATP-Weltmeisterschaft: 1988, 1992, 1995
    Olympia-Gold im Doppel: 1992 (mit Michael Stich)
    Davis-Cup-Sieg: 1988, 1989, 1993
Der frühere Tennisprofi und Wimbledon-Sieger Michael Stich reagierte überrascht: "Oha! Toi, toi, toi! Das ist eine interessante Konstellation. Ich hatte keinen Schimmer davon", sagte Stich: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass er künftig 30 Wochen im Jahr unterwegs ist. Aber Novak wird sich dabei etwas gedacht haben."

Fotostrecke

8  Bilder
Tennis-Star: Die Karriere des "Djokers"
Djokovic geht als Nummer zwei der Welt ins neue Jahr und in Melbourne als Titelverteidiger an den Start. Er ist sechsfacher Grand-Slam-Turnier-Sieger und war bisher mehr als hundert Wochen lang die Nummer eins in der Weltrangliste.

chp/dpa/sid

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 71 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Na endlich
wally76 18.12.2013
kommt er jetzt vielleicht mal wieder in die Spur.
2.
spon_1683886 18.12.2013
armer Nole!
3. Absturzgefahr?
pubertadams 18.12.2013
...na da bin ich mal gespannt, ob der gute Novak genauso abstürzt wie Bobbele. Evtl. sehen wir den Joker bald im TV gegen Pocher :)
4. Schluss mit Langeweile
ray4912 18.12.2013
Zitat von sysopREUTERSEs ist eine Sensation: Völlig überraschend übernimmt Boris Becker den Trainerjob für Tennis-Star Novak Djokovic. Der Serbe verkündete den Deal auf seiner Website. http://www.spiegel.de/sport/sonst/tennis-boris-becker-wird-trainer-von-novak-djokovic-a-939793.html
cool. damit kommt Leben in die Bude. Bin gespannt: Mrs. Murray, Toni Nadal und uns Bobbele, da erwarte ich schon etwas mehr als bisher. BILD wird sich Becker, nach Muster Beckenbauer, exklusiv gesichert haben....Boris muss sich nur noch bei Simunic schlau machen, wies aufm Balkan so zu und her geht.;-) War auch schön langweilig, all die Jahre allein mit King Roger, dem König des Bohnenkaffees. In dessen neuem Rennstall (Jahresumsatz geschätzte 70 Mio Euro) ist ja auch Del Potro engagiert. Dafür ist Roddick weg (Seufz) Fazit: das Männertennis verspricht wieder Boulevard-fähig zu werden.
5. Trainer ?
hschmitter 18.12.2013
Hoffentlich nicht für das Erlernen der deutschen Sprache. Ansonsten kann ich mir auch kaum vorstellen, das Becker als Trainer etwas auf die Beine bringt.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Steckbrief Novak Djokovic
  • DPA
    Name
    Novak Djokovic
    Geburtstag
    22. Mai 1987
    Geburtsort
    Belgrad
    Turniersiege
    42 (davon 41 im Einzel)
    Preisgeld
    58.134.445 US-Dollar
    Höchste Weltranglisten-Platzierung
    1 (insgesamt 101 Wochen)
    Größte Erfolge als Spieler
    Australian Open: 2008, 2011, 2012, 2013
    Wimbledon: 2011
    US Open: 2011
    ATP-Weltmeisterschaft: 2008, 2012, 2013
    Davis-Cup-Sieg: 2010

Fotostrecke
Deutsche Grand-Slam-Sieger: Gemeinsam mit Becker und Graf
Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.

Fotostrecke
Boris Becker: Vorteil London
Die Wimbledon-Sieger seit 2000
Jahr Männer Frauen
2015 Novak Djokovic Serena Williams
2014 Novak Djokovic Petra Kvitová
2013 Andy Murray Marion Bartoli
2012 Roger Federer Serena Williams
2011 Novak Djokovic Petra Kvitová
2010 Rafael Nadal Serena Williams
2009 Roger Federer Serena Williams
2008 Rafael Nadal Venus Williams
2007 Roger Federer Venus Williams
2006 Roger Federer Amélie Mauresmo
2005 Roger Federer Venus Williams
2004 Roger Federer Marija Scharapowa
2003 Roger Federer Serena Williams
2002 Lleyton Hewitt Serena Williams
2001 Goran Ivanisevic Venus Williams
2000 Pete Sampras Venus Williams


Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: