Positive Dopingprobe: Tennispofi Cilic täuschte in Wimbledon Verletzung vor

Tennisprofi Cilic: Knieverletzung in Wimbledon vorgegeben Zur Großansicht
AP/dpa

Tennisprofi Cilic: Knieverletzung in Wimbledon vorgegeben

Offiziell waren Knieprobleme der Grund für das Aus, aber das war nur vorgeschoben: Tennisprofi Marin Cilic hat beim Wimbledon-Turnier eine Verletzung simuliert, um eine positive Dopingprobe zu verschleiern. Der Kroate ist seitdem für neun Monate gesperrt.

Hamburg - Der kroatische Tennisprofi Marin Cilic hat mit einer vorgetäuschten Verletzung in Wimbledon versucht, Berichterstattungen über seine Dopingsperre zu vermeiden. Das geht aus der vollständigen Urteilsbegründung hervor, die der Weltverband ITF am Dienstag veröffentlichte. Cilic war Anfang der vergangenen Woche für neun Monate gesperrt worden, nachdem in einer Probe des Weltranglisten-24. vom ATP-Turnier in München Anfang April die Psychostimulans Nikethamid festgestellt worden war.

Cilic war bereits während des Wimbledon-Turniers im Juni über die positive Probe informiert worden. Zur Zweitrunden-Partie gegen den Franzosen Kenny de Schepper trat der 24-Jährige nicht mehr an - offiziell wegen einer Knieverletzung. Wie die ITF nun mitteilte, hatten seine Anwälte allerdings eine provisorische Sperre akzeptiert. Er habe sich in Wimbledon zurückgezogen und "eine Knieverletzung als Grund angeführt, um nachteilige Berichterstattung zu vermeiden", hieß es nun in der Mitteilung der ITF.

Seither hat Cilic kein Spiel mehr bestritten. Die Sperre gilt rückwirkend vom 1. Mai 2013 und endet am 31. Januar 2014. Der Australian-Open-Halbfinalist von 2010 hat den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas angekündigt und erklärt, das Mittel unwissentlich über Tabletten aus der Apotheke eingenommen zu haben. Auch nach Ansicht der unabhängigen Untersuchungskommission hat der Kroate "nicht zur Leistungssteigerung" dazu gegriffen, weshalb die Sperre vergleichsweise kurz ausfiel.

aha/sid

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1. ohne worte
tim2013 24.09.2013
das zum Thema das im Tennis nicht gedopt wird!! verlogener Haufen der angeblich saubere weiße sport..
2. optional
knupauger 24.09.2013
Hast du den Artikel auch gelesen? Selbst der ITF ist überzeugt, dass er keine unerlaubte Leistungssteigerung herbei führen wollte. Natürlich muss er trotzdem gesperrt werden.
3. Feiner Unterschied
c218605 24.09.2013
Der Sportler dopt - immer. Egal was, warum und wofuer er etwas nimmt und ob er wie in diesem Fall nicht einmal Leistung erbringt. Nur die ganz unten dopen nie, die sind ja nur suechtig.
4. Er hat
mirkor 24.09.2013
erklärt, das Mittel unwissentlich über Tabletten aus der Apotheke eingenommen zu haben. Ich würde mir auch als Spitzensportler *irgendwelche* Tabletten einwerfen. Kann man doch nicht wissen, dass da das Dopingmittel Nikethamid drin enthalten ist. *Kopfschüttel*
5. Trotzdem schlecht
metalslug 25.09.2013
Welches Medikament? Warum nennt er es nicht? Wenn ich als Profi durch die Einnahme von Medikamenten Gefahr laufe als Dopingsünder gebrandmarkt zu werden, dann würde ich selbst Mechanismen einführen, mich davor zu schützen: Beispielsweise würde jemand das Zeug für mich screenen. Das hätte ich schriftlich vorliegen. Und von wegen "die ITF ist überzeugt". Dass die Show weitergehen muss, davon ist man sehr wohl überzeugt.
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Tennis: Die Spielstile
Grundlinienspiel: Der Spieler verzichtet auf das Aufrücken ans Netz und schlägt, in der Regel mit Topspin, von der Grundlinie. Durch präzise und harte Schläge auf die vom Gegner entfernte Seite oder gegen die Laufrichtung des Konkurrenten soll ein Vorteil erzielt werden. Diese Ausdauer erfordernde Art wird vor allem von Spielern wie Rafael Nadal beherrscht und ist auf Sandplätzen am effektivsten.

Inside-Out-Spiel: Der Spieler vermeidet dabei, ebenfalls beim Spiel von der Grundlinie, entweder seine Vor- oder Rückhand und spielt nur mit einer Schlagseite. Beispielsweise wird dabei der Ball auf der Rückhandseite "umlaufen" und dann mit der Vorhand cross über den Platz gespielt. Dadurch bewegt sich der Spieler oft weit nach außen und ist anschließend anfällig für einen Schlag auf die andere Seite.

Serve-and-Volley: Der Spieler rückt nach seinem Aufschlag (Serve) direkt ans Netz vor und versucht den Ballwechsel mit einem Volleyschlag abzuschließen. Grundlage für diese Variante ist ein harter oder sehr präziser Aufschlag, damit der Gegner nur schlecht returnieren kann. Spieler wie Boris Becker, Stefan Edberg und Goran Ivanisevic agierten so vor allem auf schnellen Rasenplätzen.

Chip-and-Charge: Der Returnspieler spielt direkt einen Angriffsball und rückt ans Netz vor, wo er den Ballwechsel mit einem Volley beenden will. Auch diese Variante wird vorwiegend auf den schnellen Belägen eingesetzt und meist gegen den zweiten Aufschlag des Gegners verwendet.