Tennis DTB trennt sich von Geschäftsführer Brune

Erst wurde nur ein neuer Davis-Cup-Teamchef gesucht, nun braucht der Deutsche Tennis Bund auch einen neuen Geschäftsführer. Der Verband trennte sich von Stephan Brune, der bereits länger in der Kritik gestanden hatte.

DTB-Logo: Kühnen-Nachfolger immer noch nicht gefunden
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DTB-Logo: Kühnen-Nachfolger immer noch nicht gefunden


Hamburg - Der Deutsche Tennis Bund (DTB) kommt einfach nicht zur Ruhe. Zwei Tage vor der Mitgliederversammlung am Sonntag in Bad Neuenahr ist der Vertrag mit Geschäftsführer Stephan Brune aufgelöst worden. Die Trennung wurde dem Sport-Informations-Dienst von DTB-Quellen bestätigt, am Sonntag soll sie offiziell bekanntgegeben werden. Brune hatte den Posten erst im November 2011 übernommen, sein Vertrag lief eigentlich noch bis Ende 2014. Über einen möglichen Nachfolger als Geschäftsführer war zunächst nichts bekannt.

Brunes angebliches Jahresgehalt von über 200.000 Euro war von Beginn an kritisiert worden. Er galt als Protegé von DTB-Präsident Karl Altenburg, der Brune im Zuge seiner Amtsübernahme als Geschäftsführer holte und stets verteidigte. Nach Meinung der Landesverbände blieb Brune den Nachweis seiner Fähigkeiten jedoch schuldig. Ihm wird vorgeworfen, bei den Sponsorenverhandlungen zu wenig Erfolg gehabt zu haben.

Der DTB hatte sich am Donnerstag bereits von seinem langjährigen Pressesprecher Oliver Quante getrennt, diesen Posten aber mit Jens-Peter Hecht neu besetzt. Ende Oktober war zudem Patrik Kühnen als Davis-Cup-Teamchef zurückgetreten. Er hatte dem Verband mangelnde Unterstützung vorgeworfen. Einen Nachfolger für Kühnen gibt es ebenfalls noch nicht.

max/sid



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