Tennis-Emanzipation Wimbledon gleicht Preisgelder für Frauen an

Nun geben auch die traditionsbewussten Briten nach: In Wimbledon kassieren die Frauen ab dieses Jahr die gleichen Preisgelder wie die Männer. Bislang hatten diese immer mit dickeren Schecks bei gleicher Leistung den Platz verlassen.


Hamburg - Der All England Tennis Club verkündete heute die Angleichung der Gelder beim berühmtesten Tennisturnier der Welt. Demnach sollen in beiden Wettbewerben schon in diesem Jahr vom 25. Juni bis 8. Juli von der ersten Runde bis zum Finale die gleichen Schecks ausgestellt werden. Wimbledon führt die finanzielle Angleichung als letztes der vier Grand-Slam-Turniere ein.

Wimbledon-Siegerin Mauresmo: Ab sofort den gleichen Scheck einstecken
AFP

Wimbledon-Siegerin Mauresmo: Ab sofort den gleichen Scheck einstecken

In Melbourne und New York werden ebenfalls in allen Runden die gleichen Summen für Frauen und Männer ausgeschüttet. Bei den French Open in Paris gibt es seit 2006 zumindest für die Turniergewinner den gleichen Betrag. Im vergangenen Jahr erhielt Roger Federer für seinen vierten Wimbledonsieg hintereinander umgerechnet etwa 946.540 Euro, Amelie Mauresmo bekam rund 903.140 Euro.

Die Diskussion um Gleichbereichtigung machte in London seit Jahren die Runde. Die Veranstalter hatten das Ansinnen der WTA bislang mit der Begründung abgelehnt, dass die Frauen im Gegensatz zu den Männern nur zwei statt drei Gewinnsätze spielen.

bri/sid



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