Davis-Cup-Finale Tschechien gleicht Spaniens Führung aus

Spannung im Davis-Cup-Finale: Nachdem David Ferrer das erste Einzel souverän für Spanien gewonnen hatte, glich Tschechien in der zweiten Begegnung zwischen Tomas Berdych und Nicolas Almagro aus - am Samstag steht das Doppel auf dem Programm.

Tennisprofi Ferrer (r.): Souveräner Dreisatzsieg über Stepanek
AFP

Tennisprofi Ferrer (r.): Souveräner Dreisatzsieg über Stepanek


Hamburg - Das 100. Davis-Cup-Finale in Prag wird eine spannende Begegnung. Zunächst hatte David Ferrer Titelverteidiger Spanien gegen Radek Stepanek in Führung gebracht, doch dann glich Tomas Berdych mit einem Sieg über Nicolas Almagro für Gastgeber Tschechien aus.

Am Samstag (14.00 Uhr) steht das Doppel auf dem Programm. Obwohl Tschechiens Teamchef Jaroslav Navratil das Duo Lukas Rosol/Ivo Minar nominiert hat, dürften die Einzelspieler Stepanek und Berdych auflaufen. Für Spanien spielen Marcel Granollers/Marc Lopez, die zuletzt das ATP-Saisonfinale in London gewonnen hatten. Spanien hat den traditionsreichen Mannschaftswettbewerb der Tennisspieler insgesamt fünfmal gewonnen - alle Siege in diesem Jahrtausend. Tschechien hatte zum bislang einzigen Mal 1980 - als Tschechoslowakei - mit Ivan Lendl den Davis Cup gewonnen.

Ferrer hatte im Auftaktspiel vor 14.000 Zuschauern keine Probleme mit Routinier Stepanek. Der Weltranglistenfünfte bezwang Radek Stepanek in 2:58 Stunden 6:3, 6:4, 6:4. Auf dem schnellen Hartplatz in Prag war Ferrer von Beginn an der dominierende Spieler. Der 30-Jährige ist in Abwesenheit des verletzten Rafael Nadal die Nummer eins der Spanier.

Im zweiten Einzel nutzte Berdych (27), Nummer sechs im ATP-Ranking, seine Vorteile auf dem schnellen Hardcourt gegen den Sandplatzspezialisten Almagro (27). 3:58 Stunden brauchte der Wimbledonfinalist von 2010 für seinen 6:3, 3:6, 6:3, 6:7 (5:7),6:3-Erfolg.

Vor der Partie hatte Ersatzspieler Feliciano Lopez für Aufregung gesorgt. Der Linkshänder beschwerte sich, dass der spanische Teamchef Alex Corretja ihn nicht für das Einzel gegen Berdych nominiert hatte. "Ich verstehe die Entscheidung nicht, auch wenn ich sie respektiere. Auf der fachlichen Ebene ist das schwer nachzuvollziehen", sagte Lopez dem Onlineportal der AS: "Fragen sie Berdych, gegen welchen Gegner er nicht gerne spielen würde. Wenn jemand ihn auf diesem Platz schlagen kann, dann bin ich das."

lgr/max/sid

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