Tennis: Haas verliert Finale in San José

Chancenlos gegen Milos Raonics Aufschlag: Thomas Haas hat das Finale in San José gegen den Kanadier verloren. Der Deutsche hatte bei der Zweisatz-Niederlage keinen einzigen Breakball. "Es gab nichts, was ich hätte tun können", lautete Haas' Fazit.

Thomas Haas: Niederlage nach 1:15 Stunden Zur Großansicht
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Thomas Haas: Niederlage nach 1:15 Stunden

Hamburg - Thomas Haas hat seinen 14. Titel auf der ATP-Tour verpasst. Der 34-Jährige unterlag im Finale von San José dem topgesetzten Milos Raonic 4:6, 3:6. Der Kanadier, der während der gesamten Partie keinen Breakball zuließ, machte nach 1:15 Stunden seinen dritten Erfolg in Serie bei dem Turnier perfekt. Insgesamt war es für Raonic der vierte Sieg auf der Tour.

"Es gab nichts, was ich hätte tun können. Ich habe kein schlechtes Match gespielt", sagte der an Nummer vier gesetzte Haas. Allerdings habe Raonic phänomenal gespielt. Für Haas, der erstmals in San José im Endspiel stand, war es in seinem 25. Finale bei einem ATP-Turnier die zwölfte Niederlage. Haas hatte zuletzt im vergangenen Jahr das Rasenturnier im westfälischen Halle gewonnen.

Mit dem Erfolg von Raonic, der bei all seinen drei Turniersiegen in Kalifornien ohne Satzverlust blieb, geht zugleich eine Ära zu Ende. Die erstmals 1889 ausgetragene Veranstaltung zieht um und wird im kommenden Jahr in Memphis ausgetragen.

luk/sid

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Legendäre Tennisspieler: Spiel, Satz und Schlägerbruch

Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.