Tennis Nastase bleibt nach Rassismus-Eklat gesperrt

Der Tennis-Weltverband ITF hat die Sperre für Ilie Nastase nach dessen Einspruch minimal reduziert. Dafür wurde seine Geldstrafe verdoppelt.

Ilie Nastase
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Ilie Nastase


Ilie Nastase darf bis zum 23. April 2020 nicht mehr in leitender Funktion an ITF-Wettbewerben teilnehmen. Bis zum 23. April 2018 erhält er zudem keine Akkreditierungen für ITF-Turniere. Ursprünglich ging die Strafe sogar acht Monate länger.

Der 71-jährige ehemalige Weltklasse-Spieler hatte sich zuvor rassistisch über Serena Williams und Johanna Konta geäußert. Wahrend des Fed-Cup-Spiels gegen Großbritannien ist Nastase wegen grob unsportlichen Verhaltens und zahlreicher Pöbeleien als Teamchef der rumänischen Auswahl des Stadions verwiesen worden. Diese richteten sich vornehmlich gegen Konta, die daraufhin auf dem Court in Tränen ausgebrochen war.

Für Grand-Slam-Turniere gilt die Sperre nicht, weil sie nicht von der ITF verantwortet werden. Zudem muss Nastase eine Strafe in Höhe von 20.000 US-Dollar zahlen. Diese wurde im Ausgleich zur Reduzierung der Sperre verdoppelt.

In den Siebzigerjahren führte Nastase insgesamt 40 Wochen lang die Tennis-Weltrangliste an und gewann in der Zeit jeweils die US Open sowie die French Open.

chw/dpa



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