Tennis in Indian Wells: Kerber verpasst Finale knapp

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Tennisprofi Kerber: Starker Beginn, bitteres Ende

Den ersten Satz hatte sie gewonnen, im zweiten schon geführt: Für Angelique Kerber hat es im Halbfinale von Indian Wells dennoch nicht gereicht. Die deutsche Tennisspielerin unterlag in einem packenden Duell der Dänin Caroline Wozniacki.

Hamburg - Angelique Kerber hat wie im Vorjahr das Finale beim Tennis-Turnier in Indian Wells (Kalifornien) verpasst. Die 25-Jährige unterlag am Freitag (Ortszeit) im Halbfinale der Dänin Caroline Wozniacki nach 2:32 Stunden 6:2, 4:6, 5:7. Dabei hatte die Nummer sechs der Weltrangliste nach gewonnenem ersten Satz im zweiten Durchgang bereits 2:0 geführt.

Im Entscheidungssatz lag Kerber 1:4 hinten, schaffte aber noch den 5:5-Ausgleich. Ihr vierter Aufschlagverlust des Durchgangs bedeutete jedoch letztlich das Turnier-Aus. Deutschlands beste Tennisspielerin musste somit nach drei Siegen in Serie gegen Wozniacki wieder eine Niederlage einstecken.

Die ehemalige Weltranglisten-Erste und Indian Wells-Gewinnerin von 2011 spielt im Finale des mit 5,03 Millionen Dollar dotierten Turniers gegen die Siegerin des russischen Halbfinal-Duells zwischen Maria Scharapowa und Maria Kirilenko.

Bei den Männern hat Juan Martin Del Potro hat das Halbfinale komplettiert. Der Argentinier bezwang im Viertelfinale den britischen Olympiasieger und US Open-Champion Andy Murray in 2:32 Stunden 6:7 (5:7), 6:3, 6:1. In der Vorschlussrunde steht Del Potro dem Weltranglistenersten Novak Djokovic gegenüber. Das zweite Halbfinale spielen der Spanier Rafael Nadal und Tomas Berdych aus Tschechien.

chp/dpa/sid

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1. Deutsche Tennisprofis
forsthaus-neuhaus 16.03.2013
Achnee, von den sogenannten deutschen "Tennisprofis" hat's mal niemand wieder nicht geschafft. Vielen Dank Spiegel für diese Neuigkeiten, konnte ja keiner ahnen nach deren "Erfolgen" in den letzten Jahren.
2. Schade
durchschnitts-otto 16.03.2013
Wozniacki war eigentlich schlagbar und ein Einzug wäre auch mal wieder ne nette positive Schlagzeile gewesen. Solange bei den Grand-Slams aber nicht mindesteins ein Finale rausspringt, werden die meisten sowieso nicht mitbekommen, dass die deutschen Damen (im Gegensatz zu den Herren) seit langem wieder konkurrenzfähig sind...
3. korrektur
durchschnitts-otto 16.03.2013
soll oben heißen "seit langem (endlich) mal wieder"
4.
Endlager 16.03.2013
Zitat von forsthaus-neuhausAchnee, von den sogenannten deutschen "Tennisprofis" hat's mal niemand wieder nicht geschafft. Vielen Dank Spiegel für diese Neuigkeiten, konnte ja keiner ahnen nach deren "Erfolgen" in den letzten Jahren.
Worüber regen Sie sich auf? Kerber ist die sechsbeste Tennisspielerin der Welt derzeit, sie stand 2012 in Wimbledon in Halbfinale, und erreichte letztes Jahr die Tennis-WM der besten acht. Das sind Erfolge. Auch bei Stosur und Murray hat es bis zum ersten GS-Sieg gedauert. Vier deutsche Spielrinnen stehen in den Top30. Damit stehen die deutschen Profis international gut da. Petko war leider lange ausgefallen. Dennoch: Der DTB muss sich um mehr Präsenz kümmern, vor allem im TV, denn bis auf drei GS-Turniere bei Eurosport sind hier ja leider endgültig die Lichter ausgegangen.
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Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.