Tennis: Kerber erreicht Finale, Deutschland muss in die Relegation

Angelique Kerber hat in Paris zum zweiten Mal in ihrer Karriere ein Endspiel auf der WTA-Tour erreicht. Deutschlands Tennisprofis sind im Davis Cup gegen Argentinien gescheitert. Neben den DTB-Herren muss überraschend auch die Schweiz mit Roger Federer in die Relegation.

Tennisprofi Kerber: Chance auf den ersten TurniersiegZur Großansicht
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Tennisprofi Kerber: Chance auf den ersten Turniersieg

Hamburg - Angelique Kerber greift nach ihrem ersten Titel auf der WTA-Tour. Die 24-Jährige besiegte im Halbfinale des mit 637.000 Dollar dotierten Hallenturniers in Paris die Belgierin Yanina Wickmayer 6:7 (2:7), 6:3, 6:4 und trifft damit im Endspiel auf die an Nummer zwei gesetzte Marion Bartoli. Die Französin hatte Klara Zakopalova aus Tschechien 7:6 (7:3), 6:0 besiegt. Kerber hatte im Viertelfinale bereits die ehemalige Weltranglistenerste Maria Scharapowa aus Russland in zwei Sätzen geschlagen.

Tennisprofi Tommy Haas hat die Davis-Cup-Pleite gegen Argentinien nicht abwenden können. Trotz 2:0-Satzführung verlor der Rückkehrer an der Seite von Philipp Petzschner das Doppel gegen David Nalbandian und Eduardo Schwank 6:3, 6:4, 4:6, 3:6, 4:6. Für die DTB-Herren war es nach den beiden Niederlagen in den Einzeln am Freitag die entscheidende dritte Niederlage. Deutschland spielt nun vom 14. bis 16. September in der Relegation um den Verbleib in der Weltgruppe.

"Haas und Petzschner werden es richten", hatte der dreimalige Wimbledon-Sieger Boris Becker vor der Partie noch gesagt. Und seine Prognose schien zunächst richtig zu sein. Bei seinem ersten Davis-Cup-Einsatz seit dem 21. September 2007 ging Haas zusammen mit Petzschner zügig mit 2:0-Sätzen in Führung. Doch anschließend wurde der Vorjahresfinalist immer besser und drehte die Partie.

Für die beiden noch ausstehenden Einzel am Sonntag hat Teamchef Patrik Kühnen die deutsche Nummer eins Florian Mayer und Petzschner nominiert. Allerdings können die Aufstellungen noch kurzfristig geändert werden. Möglich ist, dass Debütant Cedrik-Marcel Stebe zu seinem ersten Davis-Cup-Einsatz kommt.

Philipp Kohlschreiber ist in Bamberg nicht vor Ort. Wegen eines Magen-Darm-Infekts hatte sich der 28-Jährige vergangenen Mittwoch bei Kühnen abgemeldet. "Er sagte mir, er sei zu schwach, um gegen Argentinien spielen zu können. Seitdem hatte ich keinen Kontakt mehr zu Philipp", sagte Kühnen und weiter: "Wir hätten uns alle gewünscht, wenn er es geschafft hätte, uns wenigstens für einen Tag zu unterstützen."

Federer verliert beide Partien

In die Relegation muss überraschend auch die Schweiz. Der aktuelle Weltranglisten-Dritte Roger Federer verlor das Doppel zusammen mit Stanislas Wawrinka gegen die US-Profis Mardy Fish und Mike Bryan 4:6, 6:3, 6:3, 6:3. Die Pleite der Olympiasieger von 2008 war die entscheidende dritte Niederlage im Heimspiel gegen die USA.

Besonders für Federer war es ein Davis-Cup-Einsatz zum Vergessen. Schon am Freitag hatte die Nummer drei der Welt gegen John Isner, derzeit auf Platz 17 der Weltrangliste, 6:4, 3:6, 6:7 (4:7), 2:6 verloren. Es war die erste Schlappe für den Grand-Slam-Rekordsieger nach zuvor 15 Einzel-Erfolgen im Davis Cup. Im ersten Einzel hatte Fish gegen Wawrinka gewonnen.

leh/dpa

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  • Samstag, 11.02.2012 – 18:09 Uhr
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Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.






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