Tennis: Kerber gewinnt ersten WTA-Titel

Auf Steffis Spuren: Angelique Kerber hat das Tennisturnier in Paris gewonnen; es war zugleich ihr erster Triumph auf der WTA-Tour. Im Endspiel besiegte die 24-Jährige die Top-Ten-Spielerin Marion Bartoli - und ist damit die erste Deutsche nach Steffi Graf, die in Paris siegreich ist.

Tennisspielerin Kerber: Finalsieg in Paris gegen Marion Bartoli Zur Großansicht
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Tennisspielerin Kerber: Finalsieg in Paris gegen Marion Bartoli

Hamburg - Fed-Cup-Spielerin Angelique Kerber hat in Paris ihren ersten Titel auf der WTA-Tour gewonnen. Die US-Open-Halbfinalistin besiegte im Finale des mit 637.000 Dollar dotierten Hallenturniers die an Nummer zwei gesetzte Französin Marion Bartoli nach 2:39 Stunden 7:6 (7:3), 5:7, 6:3. Nachdem sie ihren fünften Matchball nutzte, durfte sie sich über einen Siegerscheck in Höhe von 107.000 Euro freuen. Letzte deutsche Gewinnerin in Paris war Steffi Graf 1995.

"Es ist unglaublich. Mein erster Turniersieg - ich weiß gar nicht, was ich sagen soll", sagte die Deutsche: "Es war ein schwieriges Match. Ich habe um jeden Punkt gekämpft. Es war eine fantastische Woche."

Nach zwei Halbfinal-Teilnahmen im Januar (Auckland/Hobart) und nunmehr 14 Siegen in 17 Spielen in diesem Jahr ist die 24-Jährige derzeit eine der erfolgreichsten Spielerinnen auf der Tour. Im Viertelfinale von Paris schaffte Kerber gegen die frühere Weltranglistenerste Maria Scharapowa ihren ersten Erfolg über eine Top-fünf-Spielerin. "Angie zeigt so viel Positives auf dem Platz. Man sieht, dass sie viel Spaß hat", sagte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner über ihre Nummer vier.

Bei Kerber war von Nervosität in ihrem zweiten Endspiel nichts zu spüren. Die Nummer 27 der Welt begann mutig und lag im ersten Satz zweimal mit einem Break vorne. Zwar schlug Bartoli beide Male zurück, doch im Tiebreak spielte Kerber gut und verwandelte nach 57 Minuten ihren ersten Satzball.

Vorzeitiges Ende im zweiten Satz verpasst

Auch im zweiten Durchgang bestimmte die 23-Jährige das Geschehen. Beim Stand von 5:3 schlug sie zum Matchgewinn auf, bekam kurz vor dem größten Erfolg ihrer Karriere aber doch weiche Knie. Zu Null gab die Linkshänderin ihren Aufschlag ab und verlor wenig später den Satz mit 5:7.

Doch Kerber bewies Moral und nahm Bartoli im dritten Abschnitt sofort zweimal das Service ab. Zwar begann danach noch einmal das große Zittern, doch am Ende hatte sie ihre Nervosität im Griff und bestätigte mit dem Erfolg ihren Aufwärtstrend der vergangenen Monate.

Im Halbfinale von Paris folgte ein 6:7 (2:7), 6:3, 6:4 gegen die Belgierin Yanina Wickmayer. Dabei hatte Kerber im dritten Satz sogar 1:3 zurückgelegen. "Da habe ich mir gesagt: Kämpfe um jeden Ball. Am Ende haben zwei, drei Ballwechsel den Ausschlag gegeben", so Kerber, die sich damit in der Weltrangliste um fünf Plätze verbessert und ab Montag auf Position 22 geführt wird. Bartoli bleibt Siebte.

leh/sid

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Claude Clistier 12.02.2012
Zitat von sysopAFPAuf Steffi's Spuren: Angelique Kerber hat das Tennisturnier in Paris gewonnen; es war zugleich ihr erster Triumph auf der WTA-Tour. Im Endspiel besiegte die 24-Jährige die Top-Ten-Spielerin Marion Bartoli - und ist damit die erste Deutsche nach Steffi Graf, die in Paris siegreich ist. http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,814826,00.html
Wie alt ist sie denn nun?!? Die Flickschusterei bei SPON wird immer schlimmer. Wer schaut vor der Veröffentlichung eigentlich nochmal über die Artikel?
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Tennisspielerin Angelique Kerber: Neuer Stern am Tennishimmel

Tennis: Die Spielstile
Grundlinienspiel: Der Spieler verzichtet auf das Aufrücken ans Netz und schlägt, in der Regel mit Topspin, von der Grundlinie. Durch präzise und harte Schläge auf die vom Gegner entfernte Seite oder gegen die Laufrichtung des Konkurrenten soll ein Vorteil erzielt werden. Diese Ausdauer erfordernde Art wird vor allem von Spielern wie Rafael Nadal beherrscht und ist auf Sandplätzen am effektivsten.

Inside-Out-Spiel: Der Spieler vermeidet dabei, ebenfalls beim Spiel von der Grundlinie, entweder seine Vor- oder Rückhand und spielt nur mit einer Schlagseite. Beispielsweise wird dabei der Ball auf der Rückhandseite "umlaufen" und dann mit der Vorhand cross über den Platz gespielt. Dadurch bewegt sich der Spieler oft weit nach außen und ist anschließend anfällig für einen Schlag auf die andere Seite.

Serve-and-Volley: Der Spieler rückt nach seinem Aufschlag (Serve) direkt ans Netz vor und versucht den Ballwechsel mit einem Volleyschlag abzuschließen. Grundlage für diese Variante ist ein harter oder sehr präziser Aufschlag, damit der Gegner nur schlecht returnieren kann. Spieler wie Boris Becker, Stefan Edberg und Goran Ivanisevic agierten so vor allem auf schnellen Rasenplätzen.

Chip-and-Charge: Der Returnspieler spielt direkt einen Angriffsball und rückt ans Netz vor, wo er den Ballwechsel mit einem Volley beenden will. Auch diese Variante wird vorwiegend auf den schnellen Belägen eingesetzt und meist gegen den zweiten Aufschlag des Gegners verwendet.