Tennis: Petzschner und Kerber mit starker Wimbledon-Generalprobe

Bei ihren letzten Turnieren vor Wimbledon haben die Tennisprofis Philipp Petzschner und Angelique Kerber das Endspiel erreicht. Philipp Kohlschreiber verletzte sich hingegen und muss um das Grand-Slam-Turnier bangen.

Tennisprofi Petzschner: Im Endspiel von 's-Hertogenbosch Zur Großansicht
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Tennisprofi Petzschner: Im Endspiel von 's-Hertogenbosch

Hamburg - Angelique Kerber fehlt nur noch ein Sieg zu ihrem dritten Turniersieg auf der WTA-Tour: Die Weltranglistenachte zog durch ein 6:0, 6:3 gegen Klara Zakopalova aus Tschechien in das Endspiel von Eastbourne ein - und benötigte dafür nur 59 Minuten. Damit unterstrich die 24-Jährige drei Tage vor dem Wimbledon-Start ihre gute Rasen-Form.

"Ich bin glücklich, im Finale zu sein. Es war heute sehr hart mit dem Wind und den ganzen Umständen. Das Wetter kann am Samstag ja kaum schlechter sein", sagte Kerber, die im Endspiel nun auf die Österreicherin Tamira Paszek trifft, derzeit auf Rang 59 der Welt.

Schlechter verlief das Turnier in Südengland für Philipp Kohlschreiber. Der Davis-Cup-Spieler ist im Viertelfinale ausgeschieden. Im Match gegen den an Nummer drei gesetzten Italiener Andreas Seppi gab der Deutsche beim Stand von 5:7, 1:2 auf. Kohlschreiber war ausgerutscht und dabei mit dem Fuß umgeknickt. Eine genaue Untersuchung am Abend soll Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben. Ob Kohlschreiber in Wimbledon starten kann, ist noch offen. Der 28-Jährige würde in der ersten Runde des Grand-Slam-Turniers auf Halle-Sieger Thomas Haas treffen.

Unterdessen hat Philipp Petzschner beim Turnier in 's-Hertogenbosch das Endspiel erreicht. Der 28-Jährige setzte sich 7:5, 7:5 gegen Xavier Malisse aus Belgien durch. Petzschner hat nun die Chance, seinen zweiten Titel auf der Tennis-Tour zu gewinnen. Letztmals war der 28-Jährige 2008 in Wien in einem Endspiel erfolgreich gewesen.

In Finale bekommt es der Deutsche mit dem Franzosen Benoit Paire oder dem an Nummer eins gesetzten Spanier David Ferrer zu tun. Der Weltranglisten-145. Petzschner musste beim Turnier in den Niederlanden zunächst in der Qualifikation starten. Durch den Finaleinzug wird er sich im Ranking ungefähr auf Position 100 verbessern, der Turniersieg würde ihn noch etwa 20 Plätze weiter nach vorne bringen.

leh/dpa/sid

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Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.