French Open: Überragende Williams folgt Scharapowa ins Finale

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Tennisprofi Williams: Keine Gnade gezeigt

Was für eine überlegene Demonstration: Serena Williams hat Sara Errani deklassiert und steht nun im Finale der French Open. Dort trifft die Weltranglistenerste aus den USA auf Titelverteidigerin Maria Scharapowa, die ihr Halbfinale gegen Victoria Asarenka gewann.

Hamburg - Serena Williams steht bei den French Open in Paris im Finale. Die Weltranglistenerste aus den USA deklassierte Sara Errani nach nur 46 Minuten 6:0, 6:1. Williams baute durch den Erfolg über Errani ihre Serie auf 30 Siege aus, so lange war die 31-Jährige in ihrer Karriere noch nie ungeschlagen geblieben.

"Ich bin sehr zufrieden mit meiner Vorstellung, ich habe das heute extrem konzentriert gespielt", sagte Williams im frisch erlernten Französisch und rief den Zuschauern auf dem Platz zu: "Vielen Dank für eure Unterstützung. Das ist ein großartiger Moment für mich."

Im sechsten Duell mit der Italienerin feierte Williams ihren sechsten Erfolg, bislang hat sie gegen ihre fünf Jahre jüngere Kontrahentin erst einen Satz abgegeben. Im Endspiel am Samstag trifft sie nun auf die Titelverteidigerin Maria Scharapowa und kann dort ihren 16. Grand-Slam-Triumph feiern.

Scharapowa muss mehr kämpfen

Die Weltranglistenzweite aus Russland hatte sich zuvor gegen Australian-Open-Siegerin Victoria Asarenka aus Weißrussland 6:1, 2:6, 6:4 durchgesetzt. Für Scharapowa wäre es der fünfte Grand-Slam-Titel.

"Ich bin extrem glücklich, ich musste hier bis zum Ende kämpfen", sagte Scharapowa: "Das ist ein spezielles Turnier für mich, ich möchte meinen Titel hier verteidigen." Dafür muss sich Scharapowa allerdings steigern. Gegen Asarenka unterliefen ihr ganze elf Doppelfehler.

Im 13. Duell feierte Scharapowa ihren sechsten Sieg gegen Asarenka. Zuvor hatte die 26-Jährige die beiden einzigen Grand-Slam-Matches gegen ihre drei Jahre jüngere Kontrahentin bei den Australian und US Open 2012 jeweils verloren. Asarenka verpasste nach den Major-Turnieren in New York und Melbourne ihr drittes Grand-Slam-Finale in Folge.

Den Mixed-Titel hat sich das tschechische Duo Lucie Hradecka und Frantisek Cermak gesichert. Im Endspiel siegten sie 1:6, 6:4, 10:6 gegen Kristina Mladenovic und Daniel Nestor. Das Paar aus Frankreich und Kanada war an Nummer fünf gesetzt. Für ihren Erfolg erhielten Hradecka und Doppel-Spezialist Cermak 105.000 Euro.

bka/sid/dpa

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Die Sieger der French Open seit 2000
Jahr Männer Frauen
2014 Rafael Nadal Maria Scharapowa
2013 Rafael Nadal Serena Williams
2012 Rafael Nadal Maria Scharapowa
2011 Rafael Nadal Li Na
2010 Rafael Nadal Francesca Schiavone
2009 Roger Federer Swetlana Kusnezowa
2008 Rafael Nadal Ana Ivanovic
2007 Rafael Nadal Justine Henin
2006 Rafael Nadal Justine Henin
2005 Rafael Nadal Justine Henin
2004 Gastón Gaudio Anastassija Myskina
2003 Juan Carlos Ferrero Justine Henin
2002 Alberto Costa Serena Williams
2001 Gustavo Kuerten Jennifer Capriati
2000 Gustavo Kuerten Mary Pierce

Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.