Sieg über Djokovic: Nadal im Endspiel der French Open
Rafael Nadal hat zum achten Mal das Finale der French Open erreicht. Der Titelverteidiger setzte sich in einem hochspannenden Match nach viereinhalb Stunden und fünf Sätzen gegen Novak Djokovic durch. Nun peilt der Spanier einen historischen Rekord im Tennis an.
Hamburg - Titelverteidiger Rafael Nadal hat erneut das Endspiel der French Open erreicht. Der Spanier besiegte den Tennis-Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic im Halbfinale nach 4:37 Stunden 6:4, 3:6, 6:1, 6:7 (3:7), 9:7. Nun trifft Nadal am Sonntag auf seinen Landsmann David Ferrer. Djokovic konnte sich damit nicht für die letztjährige Niederlage im Endspiel revanchieren.
"Das ist ein sehr spezieller Sieg für mich", sagte Nadal nach seinem 20. Sieg im 35. Duell mit seinem Dauerrivalen: "Dieser Platz ist für mich etwas ganz Besonderes. Novak wird in einem anderen Jahr hier gewinnen, er ist ein großer Champion."
Bis zum 6:5, 30:15 und eigenem Aufschlag im vierten Satz hatte Nadal das Duell mit seiner herausragenden Vorhand bestimmt. Er hatte eine Schwächephase im zweiten Satz überstanden, Djokovic im dritten Satz dominiert und brauchte nur noch zwei Punkte für den Matchgewinn. Doch Djokovic, der zuvor Thomas Haas und Philipp Kohlschreiber ausgeschaltet hatte, gelang der Ausgleich zum 6:6, im Tiebreak setzte sich der Serbe dann durch.
Im fünften Satz sah sich Nadal plötzlich einem 2:4-Rückstand gegenüber, eine Niederlage drohte dem 27-Jährigen. Doch er nahm Djokovic den Aufschlag ab und glich bei eigenem Service aus zum 4:4. Dann ging es hin und her, jeder brachte seinen Aufschlag durch - bis zum entscheidenden Break von Nadal zum 9:7 und zum Sieg.
Damit steht er zum achten Mal im Finale der French Open, seine sieben vorherigen Endspiele in Paris hat Nadal allesamt gewonnen. Siegt er wieder, würde Nadal als erster Spieler zum achten Mal beim gleichen Grand-Slam-Turnier triumphieren. Djokovic hingegen muss weiter auf seinen ersten Triumph in Paris warten. Der Titel bei den French Open fehlt dem Serben noch als einziger in seiner Sammlung gewonnener Grand-Slam-Turniere.
Ferrer setzte sich im zweiten Halbfinale 6:1, 7:6 (7:3), 6:2 gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga durch. Tsonga verpasste es, als erster Franzose seit 1988 das Finale in Paris zu erreichen. Für den 31-jährigen Ferrer ist es das erste Finale eines Grand-Slam-Turniers.
ham/dpa/sid
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| Die Sieger der French Open seit 2000 | ||
| Jahr | Männer | Frauen |
| 2013 | Rafael Nadal | Serena Williams |
| 2012 | Rafael Nadal | Maria Scharapowa |
| 2011 | Rafael Nadal | Li Na |
| 2010 | Rafael Nadal | Francesca Schiavone |
| 2009 | Roger Federer | Swetlana Kusnezowa |
| 2008 | Rafael Nadal | Ana Ivanovic |
| 2007 | Rafael Nadal | Justine Henin |
| 2006 | Rafael Nadal | Justine Henin |
| 2005 | Rafael Nadal | Justine Henin |
| 2004 | Gastón Gaudio | Anastassija Myskina |
| 2003 | Juan Carlos Ferrero | Justine Henin |
| 2002 | Alberto Costa | Serena Williams |
| 2001 | Gustavo Kuerten | Jennifer Capriati |
| 2000 | Gustavo Kuerten | Mary Pierce |
VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.
PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.
STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.
LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.
SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.
Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:
TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.
SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.
DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.
Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.
- French Open: Überragende Williams folgt Scharapowa ins Finale (06.06.2013)
- French Open: Haas scheitert an Djokovic (05.06.2013)
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