Tennis Bassilaschwili Überraschungssieger am Hamburger Rothenbaum

Triumph über den Titelverteidiger: Nikolos Bassilaschwili hat das ATP-Tennisturnier am Hamburger Rothenbaum gewonnen. Michael Stich verabschiedete sich als Turnierchef.

Nikolos Bassilaschwili
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Nikolos Bassilaschwili


Nikolos Bassilaschwili hat den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert und beim Tennisturnier am Rothenbaum in Hamburg triumphiert. Im Finale gewann er unerwartet 6:4, 0:6, 7:5 gegen den zweimaligen Hamburg-Gewinner Leonardo Mayer aus Argentinien.

Es war das große Finale eines starken Turniers des Georgiers. Der 26-jährige Bassilaschwili war mit einem Sieg über Philipp Kohlschreiber in Hamburg gestartet. Im Halbfinale hatte er sich gegen den Chilenen Nicolas Jarry durchgesetzt, der zuvor Turnierfavorit Dominic Thiem aus Österreich aus dem Turnier geworfen hatte. Damit gewann Bassilaschwili als erster Georgier überhaupt einen Titel auf der ATP-Tour.

Ein Break reichte der Nummer 81 der Weltrangliste, um Satz eins innerhalb von 49 Minuten zu entscheiden. Den zweiten Satz kontrollierte Mayer und glich in nur 20 Minuten aus. Der entscheidende Durchgang war dann wieder umkämpft. Bassilaschwili durfte nach 2:12 Stunden jubeln und klettert in der Weltrangliste auf Platz 35. "Es ist einfach unglaublich. Dieser Sieg gibt mir sehr viel Motivation und Zuversicht für die Zukunft", sagte der Überraschungssieger.

Abschied von Michael Stich

Beifall gab es auch für Michael Stich. Für den Ex-Profi war es das letzte Finale als Turnierchef am Rothenbaum. "Ich glaube, wir haben in den zehn Jahren einen sehr guten Job gemacht. Wenn wir die Ausrichtung damals nicht übernommen hätten, würde es das Turnier heute vielleicht gar nicht mehr geben", sagte der Wimbledonsieger von 1991. Bis dahin sei Rothenbaum ein Turnier gewesen, "das nicht wirtschaftlich war, das nicht funktioniert hat und kurz davor war, ins Ausland verkauft zu werden."

Michael Stich (l.) mit John McEnroe
DPA

Michael Stich (l.) mit John McEnroe

Stich zog eine positive Bilanz seiner Zeit. "Mit Roger Federer und Rafael Nadal noch mal zwei Topleute nach Hamburg geholt" zu haben, antwortete der 49-Jährige auf die Frage nach dem schönsten Moment in zehn Jahren als Turnierchef am Rothenbaum. Der Hamburger wird im kommenden Jahr in seiner Funktion vom Österreicher Peter-Michael Reichel beerbt.

tip/dpa

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