Australian Open Djokovic, Federer und Williams erreichen Viertelfinale

Fünf Sätze, 4:32 Stunden, 100 Fehler: Novak Djokovic hatte gegen Gilles Simon große Probleme, steht aber dennoch im Viertelfinale der Australian Open. Roger Federer zeigte sich souveräner. Auch bei den Damen gewannen die Favoritinnen.

Novak Djokovic: Sieg trotz vieler Fehler
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Novak Djokovic: Sieg trotz vieler Fehler


Titelverteidiger Novak Djokovic hat bei den Australian Open in Melbourne nur mit Mühe das früheste Ausscheiden bei einem Grand Slam seit Mai 2009 abgewendet. Der topgesetzte Serbe benötigte beim 6:3, 6:7 (1:7), 6:4, 4:6, 6:3 gegen den Franzosen Gilles Simon 4:32 Stunden, ehe sein 27. Viertelfinal-Einzug bei einem Major-Turnier in Folge perfekt war. Dabei unterliefen ihm 100 leichte Fehler, sogenannte Unforced Errors. Djokovic trifft nun am Dienstag auf Kei Nishikori, der den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga 6:4, 6:2, 6:4 besiegte.

In der vergangenen Saison hatte Djokovic drei der vier Grand-Slam-Turniere gewonnen - nur ein Triumph bei den French Open fehlt Djokovic noch.

Roger Federer steht nach einer beeindruckenden Leistung ebenfalls in der Runde der besten Acht. Gegen David Goffin setzte sich der Schweizer in nur 1:29 Stunden souverän 6:2, 6:1, 6:4 durch. Federer zeigte gegen den Belgier überragendes Tennis und spielt nun gegen Tomas Berdych. Der Tscheche hatte sich in fünf Sätzen gegen Roberto Bautista Agut aus Spanien durchgesetzt (4:6, 6:4, 6:3, 1:6, 6:3).

Bei den Damen kommt es im Viertelfinale zur Neuauflage des letztjährigen Endspiels zwischen Serena Williams und Maria Scharapowa. Die Russin setzte sich gegen Belinda Bencic aus der Schweiz nach hartem Kampf 7:5, 7:5 durch.

Williams hatte danach weitaus weniger Mühe. Die Weltranglistenerste deklassierte die Russin Margarita Gasparjan in nur 55 Minuten 6:2, 6:1. Im Endspiel des vergangenen Jahres hatte Williams 6:3, 7:6 (7:5) gegen Scharapowa gewonnen.

Das Viertelfinale verpasst hat Anna-Lena Friedsam - trotz einer starken Leistung. Die deutsche Tennis-Meisterin verlor gegen die polnische Weltranglisten-Vierte Agnieszka Radwanska 7:6 (8:6), 1:6, 5:7. Dabei wurde die 21-Jährige gegen Ende der Partie von einer Oberschenkelverletzung gestoppt, wegen der sie kaum noch laufen konnte.

Am Montag treffen noch Angelique Kerber und Annika Beck aufeinander. Damit wird auf jeden Fall eine deutsche Spielerin beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison im Viertelfinale stehen.

luk/aev/sid/dpa



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insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
darkaske 24.01.2016
1.
Wenn nicht weiß was unforced error sind, googlet man dann nicht danach statt so eine gruselige Übersetzung zu verkaufen? Unforced Error sind vermeidbare Fehler, also wenn man etwas riskiert oder man eigentlich zu mehr im Stande wäre aber trotzdem den Ball ins Netz, Aus oder sonstwohin drescht was zu einen Punktverlust führt.
countrushmore 24.01.2016
2.
Unforced Errors sind unerzwungene Fehler als Gegenpart zu den Forced Errors, den erzwungenen Fehlern. Die Abgrenzung zwischen beiden ist nicht immer eindeutig, wodurch man diese Statistik auch nicht zu ernst nehmen sollte.
kugelsicher, 24.01.2016
3.
Zitat von darkaskeWenn nicht weiß was unforced error sind, googlet man dann nicht danach statt so eine gruselige Übersetzung zu verkaufen? Unforced Error sind vermeidbare Fehler, also wenn man etwas riskiert oder man eigentlich zu mehr im Stande wäre aber trotzdem den Ball ins Netz, Aus oder sonstwohin drescht was zu einen Punktverlust führt.
Da ist überhaupt nichts "gruselig" übersetzt, eher ihre Interpretation ist daneben. Jeder leichte Fehler wird zu den ue gezählt. Von daher korrekt geschrieben.
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