Tennis: Petkovic erleidet doppelten Bänderriss

Schock für Andrea Petkovic: Die deutsche Tennisspielerin hat sich beim WTA-Turnier in Stuttgart einen doppelten Bänderriss zugezogen - und droht nun, die French Open und Wimbledon zu verpassen. Dabei hatte sie gerade erst ihr Comeback nach langer Verletzungspause gegeben.

Tennisspielerin Petkovic (l.): Lange Zwangspause nach Bänderriss Zur Großansicht
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Tennisspielerin Petkovic (l.): Lange Zwangspause nach Bänderriss

Hamburg - Andrea Petkovic droht eine lange Pause. Die Verletzung der deutschen Tennisspielerin, die sie beim WTA-Turnier in Stuttgart zur Aufgabe zwang, hat sich als zweifacher Bänderriss herausgestellt. Zudem wurde bei der Untersuchung im Krankenhaus eine Dehnung eines weiteren Bandes diagnostiziert, auch das Syndesmoseband ist ein wenig überdehnt. Knochen und Knorpel blieben unversehrt.

Die weiteren Untersuchungen sollen nun Aufschluss darüber bringen, ob die 24-Jährige operiert werden muss. Ersten Prognosen zufolge wird Petkovic rund drei Monate ausfallen. Damit ist ihre Teilnahme an den Grand-Slam-Turnieren French Open (27. Mai) und Wimbledon (25. Juni) sowie ihr Start bei den Olympischen Spielen in London (27. Juli bis 12. August) stark gefährdet.

"Ich muss das nun erstmal verarbeiten", sagte Petkovic. Die Nummer zwölf der Weltrangliste war am Donnerstag im Achtelfinale gegen die Weltranglisten-Erste Victoria Asarenka aus Weißrussland gegen Ende des zweiten Satzes umgeknickt und hatte die Partie aufgeben müssen.

Petkovic bestritt nur acht Spiele in dieser Saison

"Als Profi-Sportler gibt es immer wieder Rückschläge, aber ein solches Verletzungspech ist schon bitter", sagte Petkovic, die erst am vergangenen Wochenende im Fed Cup gegen Australien (2:3) ihr Comeback gefeiert hatte. Ein Ermüdungsbruch hatte sie zuvor lange außer Gefecht gesetzt. In dieser Saison hat Petkovic bislang nur acht Matches bestritten.

Mit der neuerlichen Verletzung setzt sich Petkovics Pechsträhne fort. Bei den US Open im August 2011 hatte sie mit einem Einriss im Innenmeniskus gespielt und trotz der Probleme das Viertelfinale erreicht. Mit drei Viertelfinal-Teilnahmen bei den Majors war sie die konstanteste deutsche Grand-Slam-Spielerin des vergangenen Jahres. 2008 hatte sie fast die gesamte Saison wegen eines Kreuzbandrisses im rechten Knie pausieren müssen.

bka/sid/dpa

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Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.