WTA-Turnier in Peking: Petkovic schlägt Weltranglistenzweite Asarenka

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Tennisspielerin Petkovic: Sieg gegen Asarenka

Erfolg gegen die Weltranglistenzweite: Andrea Petkovic hat beim WTA-Tennisturnier in Peking überraschend die Weißrussin Victoria Asarenka besiegt. Selbst ein kurzer Schwindelanfall konnte die Deutsche nicht am Weiterkommen hindern.

Hamburg - Tennisspielerin Andrea Petkovic hat beim WTA-Turnier in Peking für eine Überraschung gesorgt. Die 26-Jährige bezwang in ihrem Auftaktmatch die Weltranglistenzweite Victoria Asarenka aus Weißrussland 6:4, 2:6, 6:4.

"Das tut Petko zum jetzigen Zeitpunkt besonders gut. So ein Sieg gegen eine konstante Top-Drei-Spielerin ist immer etwas Besonderes und gibt viel Selbstvertrauen", sagte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner.

Nach 2:22 Stunden verwandelte Petkovic ihren ersten Matchball gegen die Australian-Open-Siegerin Asarenka. In der zweiten Runde trifft die Weltranglisten-43. nun auf Swetlana Kusnezowa aus Russland. Zuletzt hatte die immer wieder von Verletzungspech gebeutelte Petkovic im August 2011 eine Spielerin aus den Top Ten geschlagen: die Tschechin Petra Kvitova in Cincinnati.

Eine Schrecksekunde erlebte Petkovic im Duell mit Asarenka beim Stand von 2:4 und 15:15 im zweiten Satz, als ihr plötzlich schwindelig wurde. Petkovic musste sich hinsetzen und eine medizinische Auszeit nehmen. Danach verlor sie im National Tennis Stadium vier Spiele in Folge, fing sich beim Stand von 0:2 im dritten Satz aber wieder. Das entscheidende Break gelang der Deutschen zum 5:4.

Am Sonntag waren bei den China Open Mona Barthel, Annika Beck und Julia Görges ausgeschieden. Die an Position sieben gesetzte Angelique Kerber hatte in der ersten Runde von Peking wegen ihrer Finalteilnahme in Tokio am Wochenende ein Freilos.

In der Herren-Konkurrenz kam Philipp Kohlschreiber zu einem Auftaktsieg. Der Davis-Cup-Spieler gewann knapp 7:5, 1:6, 7:6 (7:4) gegen den Spanier Albert Montanes. Ausgeschieden ist dagegen Thomas Haas. Der 35-Jährige verlor gegen den Australier Lleyton Hewitt 6:7 (6:8), 3:6.

mib/sid

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1.
niska gestern, 14:33 Uhr
Zitat von sysopErfolg gegen die Weltranglistenzweite: Andrea Petkovic hat beim WTA-Tennisturnier in Peking überraschend die Weißrussin Victoria Asarenka besiegt. Selbst ein kurzer Schwindelanfall konnte die Deutsche nicht am Weiterkommen hindern. Tennis: Petkovic schlägt Weltranglistenzweite Asarenka - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/sonst/tennis-petkovic-schlaegt-weltranglistenzweite-asarenka-a-925325.html)
Sauber. Da blitzt das hohe Potential dann doch wieder deutlich durch. Verletzungen, die für viele andere das Karriereende bedeutet hätten, hat sie weggesteckt. Chapeau.
2. Was habe ich hier schon für Häme gelesen
kugelsicher gestern, 15:52 Uhr
Als sie zuletzt öfter mal früh raus geflogen ist, wurde hier gelästert, dass sie ja überschätzt, nur auf Werbung und Glamour aus wäre u.ä. Im Niedermachen war der Deutsche schon immer der Größte. Dabei gibt es auf der Tour keine die an die Fitness einer gesunden Petkovic rankommt. Selbst eine Mauresmo zu besten Zeiten hätte da alt ausgesehen.
3.
picard95 gestern, 16:22 Uhr
Ich freue mich für sie. Sie war es, die mich nach jahrelanger Tennisabstinenz (als Zuschauer nur) wieder für Tennis interessiert hat. Egal auf welchem Ranglistenplatz sie sich befindet, ich sehe sie gerne Tennis spielen.
4.
Ostwestfale gestern, 19:19 Uhr
Zitat von niskaSauber. Da blitzt das hohe Potential dann doch wieder deutlich durch. Verletzungen, die für viele andere das Karriereende bedeutet hätten, hat sie weggesteckt. Chapeau.
Sie hat wirklich Kampfgeist bewiesen. Nach ihrem Comeback ging es ja schnell wieder bergauf, aber zuletzt hat es auch wegen regelmäßigem Lospech etwas gestockt.In Peking hat sie sich auch durch Lospech nicht davoon abgehalten zu gewinnen, Hut ab. Es freut mich ja wirklich, dass Tennis für SPON offenbar auch außerhalb von Wimbledon interessant ist.Sicher ist es berichtenswert, wenn Petkovic gegen "Kreisch-Queen" Azarenka gewinnt. Trotzdem bin ich über die Prioritätensetzung doch etwas verwundert: Angelique Kerber kämpft nach wie vor um den erneuten Einzug zum Saisonfinale der besten acht Spielerinnen und hat letzte Woche in Tokyo (bei einem der wichtigsten Turniere nach den Grand Slams) das Finale erreicht. Dabei hat sie mit Radwanska und Wozniacki gleich zwei TopTen-Spielerinnen geschlagen und diese Erfolge waren SPON trotzdem keine Zeile wert, das ist schade.
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Legendäre Tennisspieler: Spiel, Satz und Schlägerbruch

Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.