Tennis: Kohlschreiber triumphiert in München

Effektiver Champion: Philipp Kohlschreiber hat das ATP-Turnier in München gewonnen. Der 28-Jährige besiegte im Finale Marin Cilic - vor allem weil er seine Chancen besser nutzte. Durch seinen Erfolg wird Kohlschreiber in der neuen Weltrangliste wieder bester Deutscher sein.

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Tennisprofi Kohlschreiber: Turniersieg in München

Hamburg - Tennisprofi Philipp Kohlschreiber hat zum zweiten Mal nach 2007 das ATP-Turnier in München gewonnen. Im Endspiel besiegte der 28-Jährige den Kroaten Marin Cilic 7:6 (10:8), 6:3. Nach 1:48 Stunden verwandelte er seinen ersten Matchball zu seinem ersten Turniersieg seit Halle im vergangenen Juni. Der Weltranglisten-24. Cilic hatte im Halbfinale Thomas Haas ausgeschaltet.

Es sei ein besonderer Sieg, "denn vor fünf Jahren hat hier für mich alles angefangen", sagte er. Für den an Nummer vier gesetzten Kohlschreiber war es bei seiner insgesamt sechsten Finalteilnahme der vierte Turniersieg auf der ATP-Tour. Der 28-Jährige erhielt dafür ein Preisgeld von 71.900 Euro sowie einen Sportwagen des Turniersponsors. In der neuen Weltrangliste wird sich Kohlschreiber in der kommenden Woche von Rang 34 wohl bis auf den 25. Platz verbessern und vor Florian Mayer wieder bester Deutscher im ATP-Ranking sein.

Erster Deutscher Zweifachsieger in München

Bei zweitweiligem Nieselregen kam Kohlschreiber zunächst gut ins Match, im dritten Spiel gelang ihm gegen Cilic ein Break. Nach dem Rebreak zum 4:4 musste er insgesamt fünf Satzbälle des Kroaten abwehren, ehe er schließlich mit dem dritten eigenen den Tiebreak für sich entschied. Das entscheidende Break im zweiten Satz gelang ihm zum 4:2.

Kohlschreiber überzeugte insgesamt mit einer sehr effektiven Spielweise. Während der Deutsche seine beiden Breakbälle verwertete, nutzte Cilic nur eine von acht Chancen.

In München ist Kohlschreiber der erste Deutsche, der sich zum zweiten Mal als Sieger feiern lassen durfte. Zuvor hatten an gleicher Stelle Michael Stich (1994), Rolf Gehrig (1980) und Jürgen Fassbender gewonnen (1974). Kohlschreiber hatte sein erstes Endspiel in diesem Jahr und sein sechstes insgesamt durch ein 6:2, 6:7 (4:7), 6:4 gegen den an Nummer zwei gesetzten Spanier Feliciano Lopez (Spanien) erreicht.

Unterdessen gewann der ehemalige US-Open-Champions Juan Martin des Potro das Turnier im portugiesischen Estoril. Der Weltranglisten-12. aus Argentinien besiegte im Endspiel den Franzosen Richard Gasquet, derzeit im Ranking auf Platz 18, 6:4, 6:2.

leh/dpa

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Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.