French Open: Nadal und Scharapowa stehen im Halbfinale

Ohne Satzverlust ins Halbfinale: Rafael Nadal hat das Viertelfinalspiel gegen Nicolas Almagro bei den French Open gewonnen und trifft nun auf David Ferrer. Ebenfalls in der Runde der besten Vier steht Maria Scharapowa - sie spielt nun gegen Wimbledonsiegerin Petra Kvitova.

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Tennisprofi Nadal: Halbfinale erreicht

Hamburg - Rafael Nadal steht im Halbfinale der French Open. Der Spanier blieb auch bei seinem 6:2, 6:3-Erfolg gegen Nicolas Almagro ohne Satzverlust - und ist damit weiter auf dem Weg zu seinem siebten Triumph in Roland Garros. Bei dem mit 17,226 Millionen Euro dotierten wichtigsten Sandplatz-Turnier der Welt schraubte der 26-Jährige seine imposante Match-Bilanz auf 50:1 Siege.

Nadal trifft nun auf David Ferrer. Der Spanier bezwang nach einer Regenunterbrechung den an Nummer vier gesetzten Schotten Andy Murray 6:4, 6:7 (3:7), 6:3, 6:2. Im anderen Halbfinale bekommt es der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic mit dem Schweizer Roger Federer zu tun.

Bislang ist Nadal bei den French Open mit sechs Turniersiegen zusammen mit dem Schweden Björn Borg Rekord-Titelträger, mit einem weiteren Erfolg wäre er der alleinige Rekordhalter.

Scharapowa trifft im Halbfinale auf Kvitova

Bei den Damen steht Maria Scharapowa zum dritten Mal in ihrer Laufbahn im Halbfinale. Die Russin setzte sich gegen Kaia Kanepi aus Estland problemlos 6:2, 6:3 durch und braucht nur noch einen Sieg, um nach vier Jahren Abstinenz wieder die Nummer eins der Welt zu werden. Scharapowa würde die Weißrussin Viktoria Asarenka ablösen, die im Turnier von Roland Garros bereits im Achtelfinale gescheitert war.

Im Halbfinale trifft die 25-jährige Russin auf Wimbledonsiegerin Petra Kvitova, die gegen die Qualifikantin Jaroslawa Schwedowa 3:6, 6:2, 6:4 gewann. Das zweite Halbfinale bestreiten die Australierin Samantha Stosur und Sara Errani, die die Deutsche Angelique Kerber aus dem Turnier geworfen hatte.

Der French-Open-Titel fehlt bislang noch in Scharapowas Grand-Slam-Sammlung. 2004 hatte sie als 17-Jährige in Wimbledon triumphiert, 2006 und 2008 die US Open und Australian Open jeweils einmal gewonnen.

bka/sid/dpa

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Angelique Kerber: Mit dem Stopp nach vorne

Die Sieger der French Open seit 2000
Jahr Männer Frauen
2013 Rafael Nadal Serena Williams
2012 Rafael Nadal Maria Scharapowa
2011 Rafael Nadal Li Na
2010 Rafael Nadal Francesca Schiavone
2009 Roger Federer Swetlana Kusnezowa
2008 Rafael Nadal Ana Ivanovic
2007 Rafael Nadal Justine Henin
2006 Rafael Nadal Justine Henin
2005 Rafael Nadal Justine Henin
2004 Gastón Gaudio Anastassija Myskina
2003 Juan Carlos Ferrero Justine Henin
2002 Alberto Costa Serena Williams
2001 Gustavo Kuerten Jennifer Capriati
2000 Gustavo Kuerten Mary Pierce
Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.