Mixed Zone: Nadal trainiert wieder, Bach begrüßt härtere Strafen

Tennisprofi Rafael Nadal steht wieder auf dem Trainingsplatz. DOSB-Präsident Thomas Bach unterstützt die Idee der Welt-Anti-Doping-Agentur, die Sperre für schwere Doping-Erstvergehen zu verdoppeln. Außerdem: Die DEL hat das Ermittlungsverfahren gegen Krefelds Boris Blank eingestellt.

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Tennisspieler Nadal: Wieder im Training

Hamburg - Fast fünf Monate nach seinem letzten Spiel auf der ATP-Tour hat Rafael Nadal wieder mit dem Tennis-Training begonnen. Unter der Aufsicht seines Trainers und Onkels Toni Nadal schlug der ehemalige Weltranglistenerste in seiner Heimatstadt Manacor auf Mallorca erstmals wieder ein paar Bälle über das Netz. Gibt es in den kommenden Wochen keinen Rückschlag, will Nadal Ende des Jahres bei einem Schaukampf in Abu Dhabi sein Comeback feiern. Nadal litt am sogenannten Hoffa-Kastert-Syndrom im linken Knie. Dabei handelt es sich um eine Schwellung von Fettgewebe, das sich unterhalb der Patellasehne bildet. Zudem hatte er am selben Gelenk einen Sehnenanriss.

DOSB-Präsident Thomas Bach begrüßt das Vorhaben der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada), die Sperre für schwere Doping-Erstvergehen von zwei auf vier Jahre zu verdoppeln. "Härtere Strafen sind ein wichtiger Schritt nach vorne, der vom IOC gefordert wurde und unterstützt wird", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). "Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass dadurch viele Fälle, die durch die sogenannte Osaka-Regel erfasst werden sollten, gelöst wären." Die Osaka-Regel des IOC, die einen automatischen Bann eines gedopten Athleten für die nächsten Olympischen Spiele vorsah, war vom Internationalen Sportgerichtshof (Cas) gekippt worden.

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) hat das von den Eisbären Berlin beantragte Ermittlungsverfahren gegen den Krefelder Spieler Boris Blank eingestellt. Wie die Liga mitteilte, könne sie in den vorliegenden Videobildern keinen Vorsatz in der Aktion des Krefelders gegen den Berliner Claude Giroux erkennen. Der NHL-Stürmer hatte sich eine Halswirbelverletzung zugezogen und wird sich nach Vereinsangaben zu einer intensiven Untersuchung zu einem Spezialisten nach Atlanta in die USA begeben. Die Eisbären nahmen die Einstellung des Verfahrens "mit Unverständnis zur Kenntnis". Blank hatte am Freitag beim Spiel gegen Berlin den Kanadier Giroux mit dem Stock im Gesicht getroffen.

Basketball-Star Brandon Roy von den Minnesota Timberwolves hat bei seinem Comeback in der nordamerikanischen Profiliga NBA einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Nach erneuten Knieschmerzen unterzog sich der 28-Jährige am Montag einer Arthroskopie und fällt rund einen Monat aus. Der dreimalige Allstar Roy hatte 2011 bei den Portland Trail Blazers seine Karriere wegen anhaltender Knieprobleme zunächst für beendet erklärt, vor der laufenden Saison dann aber einen Zwei-Jahres-Vertrag bei den Wolves unterschrieben. Dort kam er in fünf Spielen auf durchschnittlich 5,8 Punkte und 4,6 Assists.

Nach dem ersten Eisschnelllauf-Weltcup der Saison in Heerenveen zweifeln die kanadischen Läuferinnen das Endergebnis in der Teamverfolgung an. Hinter dem siegreichen deutschen Trio hatten die Kanadierinnen Rang drei hinter den zeitgleichen Niederländerinnen belegt. Direkt nach dem Zieleinlauf hatte nach Angaben der Tageszeitung "De Telegraaf" die kanadische Mannschaftsleitung die Jury um eine Entscheidung nach Fotofinish gebeten. Auf der Anzeigetafel wurden hinter Sieger Deutschland Team Kanada in 3:02,33 Minuten auf Rang zwei und die Niederlande in ebenfalls 3:02,33 Minuten auf Rang drei geführt. Eine Minute später waren die Niederlande Zweiter (3:02,331) und Kanada Dritter (3:02,337). "Wir haben sofort ein Fotofinish gefordert", sagte die kanadische Olympiasiegerin Christine Nesbitt: "Da warten wir noch heute drauf."

jar/sid/dpa

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Deutsche Tennisstars: Steffi, Boris und Bine

Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.