Tennis Federer lässt auch del Potro keine Chance

2009 und 2012 lieferten sie sich epische Duelle - nun trafen Roger Federer und Juan Martín del Potro in Miami aufeinander. Mit dem besseren Ende für den Schweizer. Alexander Zverev setzte sich in einem Tiebreak-Krimi durch.

Roger Federer
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Roger Federer


Roger Federer ist momentan nicht zu stoppen: Nach den Turniersiegen in Melbourne und Indian Wells setzte sich der 35-Jährige in der dritten Runde des ATP-Masters von Miami in zwei Sätzen gegen Juan Martín del Potro durch. Beim 6:3, 6:4 reichte dem Schweizer in beiden Sätzen ein Break. Del Potro verpasste es hingegen, seinem Gegner das Aufschlagspiel abzunehmen.

Es war bereits das 21. Aufeinandertreffen der beiden Grand-Slam-Sieger. 2009 hatte del Potro Federer überraschend im US-Open-Finale bezwungen. 2012 lieferten sie sich bei den Olympischen Spielen in London das längste Drei-Satz-Match der Tennis-Geschichte (4:26 Stunden). Federer, der seinen 91. Turniersieg anpeilt, hatte zuletzt schon Stan Wawrinka und Rafael Nadal souverän besiegt. Im Achtelfinale trifft er nun auf den Spanier Roberto Bautista-Agut.

Der letzte Turniersieg Federers in Miami liegt bereits elf Jahre zurück. Damals hatte der 18-fache Grand-Slam-Sieger seinen heutigen Trainer, Ivan Ljubicic, in drei Sätzen geschlagen. Zuletzt konnte Novak Djokovic das Turnier dreimal in Folge gewinnen. Der Serbe musste vor Turnierbeginn verletzungsbedingt ebenso absagen wie der Weltranglistenerste Andy Murray.

Der Deutsche Alexander Zverev setzte sich im Tiebreak-Krimi 6:7 (5:7), 7:6 (9:7), 7:6 (7:5) gegen den Aufschlagsexperten John Isner aus den USA durch. Dabei wehrte er drei Matchbälle ab, der zweite war besonders knapp: Isners Vorhand-Passierschlag landete dicht an der Grundlinie, Isner riss sofort die Arme hoch und forderte den Videobeweis. Der sorgte für Klarheit: Zwei Zentimeter entschieden gegen den K.o. von Zverev. "Das hätte auch anders laufen können", sagte er.

Kerber problemlos ins Viertelfinale

Bei den Frauen war die Topgesetzte Angelique Kerber mühelos ins Viertelfinale eingezogen. Die Weltranglistenerste gewann gegen die japanische Qualifikantin Risa Ozaki in 63 Minuten 6:2, 6:2 und trifft in der Runde der letzten Acht auf die Siegerin des Duells zwischen Venus Williams (USA) und Swetlana Kusnezowa (Russland).

Kerber kassierte von Ozaki, die sich zuvor gegen Julia Görges durchgesetzt hatte, zwei Breaks, nahm ihrer Gegnerin selbst aber sechs Aufschlagspiele ab. Am Ende verwandelte sie ihren ersten Matchball. Im vergangenen Jahr war Kerber erst im Halbfinale an der späteren Turniersiegerin Wiktoria Asarenka gescheitert.

Der Titel beim Turnier auf Key Biscayne, einer Insel vor Miami, fehlt Kerber in ihrer Sammlung noch. Überhaupt gab es bislang nur eine deutsche Siegerin in Florida. Steffi Graf gewann ihren letzten von fünf Titeln im Jahr 1996.

bam



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tommuc1978 29.03.2017
1. Federer ist ein Sportgigant
Für mich ist Federer der größte Sportler aller Zeiten. Mir fällt kaum jemand ein, der seine Sportart so geprägt hat wie der Maestro. Darüber hinaus immer Gentleman und super sympathisch! Hoffentlich spielt er noch lange Zeit.
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